Halb Lachen - halb Weinen

Bei manchen Fundstücken, die man beim Spazierengehen da und dort entdeckt, lohnt sich das Nachsinnen darüber, auf welche Weise sie an diesen Ort gelangten und was für eine Geschichte sich dahinter verbergen könnte.

Immer ist es nur eine Annahme, manchmal ist sie erheiternd, aber mitunter auch traurig.

Wir können die Abläufe zwar nicht mehr erfahren oder sie verändern, aber wir nehmen mit den Augen und mit den Herzen mehr wahr, wenn solche Fundstücke von unserer Fantasie noch gerahmt werden. Denn es fällt uns ja so vieles ein, wenn im brackigen Wasser eines toten Saalearmes so ein armer Teddybär treibt...

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Halb Lachen - halb Weinen

Ein Teddybär schwimmt in der Flut,
schon ist er mächtig nass,
gefallen wird ihm das nicht gut,
denn das macht keinen Spaß.
*
Er hat es anders sich gedacht,
geträumt froh vom Rekord,
als jenen Schritt er hat gemacht,
mit dem er sprang von Bord.
*
Das Wasser trug voll Eigensinn
das Bärchen mit sich fort
hinein ins dichte Algengrün.
Die Strömung ließ ihn dort.
*
Sein Bärenfell ist vollgesaugt,
so sehr, dass er erkennt,
dass er zum Spielen nicht mehr taugt,
selbst wenn er schwimmen könnt...
;-)
*~*~*~*~* MM *~*~*~*~*
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 26.05.2017 | 18:08   Melden
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