- Ein Antonio Gaudi in einer kleinen Stadt ?-

In allen Orten an der Westküste der USA kann man diese herrlichen Pflanzkübel bewundern die an Häusern, Geschäften oder Strommasten aufgehängt werden.
 
Das Museum in Anacortes
Im US Bundesstaat Washington befindet sich die Stadt Anacortes. Der Ort wurde im Jahr 1877 von Amos Bowman mit der Eröffnung eines Postamtes gegründet und hatte im Jahr 2010 ca 15.800 Einwohner.
Anacortes ist heute Ausgangspunkt für die Freizeitschifffahrt und besitzt eine Marina. Besucht man diesen kleinen Ort, der auf dem Weg von Seattle nach Vancouver zum Zwischenstopp einlädt, dann findet man neben vielen netten Cafés auch schrullige bis anspruchsvolle Einkaufsmöglichkeiten, sowie Kunstgalerien und Antiquitätengeschäfte. Gleichzeitig wird der Besucher von einem Museum und dem Causland Memorial Park willkommen geheißen.

Der Causland Memorial Park

Er wurde zwischen 1919 und 1921 errichtet und befindet sich in einer angenehmen Wohngegend zu der auch eine Kirche gehört. Die Bewohner von Anacortes sind stolz auf ihren außergewöhnlichen Park. Er erinnert an Bauten des spanischen Architekten Antonio Gaudi i Cornet ( siehe Barcelona ) dessen Schüler sein Erbauer John Baptist LePage war.

Eine außergewöhnliche  Mauerwerkskonstruktion

Für die Säulen, das Amphitheater und die gesamte Mauerwerkskonstruktion verwendete der französisch-kanadische Künstler und Architekt LaPage farbige Steine, die er aus dem Rote-Felsen Steinbruch heran schaffen ließ. Außerdem sammelten er und seine Mitarbeiter, alles Freiwillige und Bürger aus dem Ort, im Anacortes - Gebiet und auf den umliegenden Inseln, riesige Mengen an Felsmaterial.

Kriegsveteranen

Im Jahr 1926 wurde der Caust Memorial Park vergrößert, um im hinteren Teil des Parkes eine Gedenkstätte für Kriegsveteranen anlegen zu können. Der inzwischen zwei Hektar umfassende Park wird von niedrigen, serpentinischen Mosaikwänden umgeben, während Säulen, Terrassen und das Amphitheater aus farbigen Fels- und Kiesmosaiken bestehen. Zierpflanzen, seltene Baumarten, Picknicktische und ein kleiner Rasen werden von der Bevölkerung liebevoll gepflegt, um nicht nur die Touristen anzulocken, sondern auch um lokale Veranstaltungen im Park durchführen zu können.

Eine nette Begegnung

Bei meinem kleinen Rundgang fiel mir ganz besonders ein Baum auf, den ich noch nicht kannte und dessen immergrüne Krone wunderschön aussah. Mein Staunen und das Klicken des Fotoapparates hatte eine Einwohnerin der Stadt bemerkt und sie kam freundlich auf mich zu, um mir den Namen des Baumes zu verraten... "Monkey Tree"! Da mein englisches Vokabular im Laufe der Jahre durch Nichtbenutzung stark eingerostet ist, suchte ich im Netz nach dieser Bezeichnung...Affenbaum...seltsam.  Ich wurde auch fündig und lag gar nicht so falsch , " Monkey Tree" ist also der "Spitzname" für die Andentanne oder genauer, für die Chilenische 

 Ein Baum kann Kontinente verbinden :-)

Die nette Frau fragte mich, woher ich komme und als ich ihr verriet, dass ich eine deutsche Touristin bin, fingen ihre Augen zu strahlen an und sie begann von ihrer Enkelin zu erzählen, die einige Zeit in Deutschland studiert hatte. Sie war von Germany begeistert, von den vielen netten Menschen, dem guten Essen und den herrlichen Sehenswürdigkeiten, die sie während ihres Studienaufenthaltes besuchen durfte. Als ich sie fragte, ob ich ein Foto von ihr machen dürfte, willigte sie gleich freundlich ein. So kann man sie nun an der mit Mosaiken besetzten Mauer des Caust Memorial Parkes stehen sehen, hinter der sich  "Monkey Tree" noch viele Jahre in den Himmel hinein strecken wird und lächelt mir in die Fotolinse. Toll, vielen Dank für den kleinen Plausch :-)

Quellen für die historischen Fakten in meinem kleinen Bericht sind als Link im Text hinterlegt.
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