2 - Die Burgruine Are und die Aussicht ringsum

Blick vom Langfigtal zur Burgruine Are
Wissenswertes:

Die Burg Are - Stammsitz der Grafen von Are - wurde um 1100 von Graf Theoderich von Are erbaut.

Die Burg mit umliegendem Gebiet geriet um 1205 in den Besitz der Linie Are-Hochstaden, deren letzter männlicher Erbe 1246 die Grafschaften Are und Hochstaden der Kölner Kirche schenkte.

Kölner Erzbischöfe bauten die Burg weiter aus, denn sie diente ihnen als Bollwerk zum Schutz ihrer Besitzungen, als Verwaltungssitz und als Gefängnis für hochgestellte Gefangene.

Das erhalten gebliebene Mauerwerk kündet davon, dass die Burg im Laufe der Jahrhunderte große Veränderungen und Erweiterungen erfuhr.
u.a.:
--> 1426 - Erweiterung des südlichen Palas, Bau des Grauen Turms, Instandsetzung des Brunnens. (Der Grauen Turm wurde wegen der Lagerung von Waffen und Pulver auch Pulverturm genannt)
--> im 16.Jh - Sanierung des Bergfrieds, Bau eines neuen Back- und Brauhauses

Der Untergang der Burg
...begann mit dem Einmarsch französischer Truppen, die 1690 nach neunmonatiger Belagerung die Burg eroberten.
Durch den Beschuss während der Belagerung hatten Mauerwerk und Dächer große Schäden genommen.
In den Zeiten danach wechselten mehrmals die Besatzer, die der Bevölkerung arg zusetzten. Ab 1706 wurde die Burg von Truppen des Domstifts genutzt.

1714 nach dem Friedensschluss von Rastatt wurde die Burg vom Kurfürsten Joseph Clemens gesprengt und unbewohnbar gemacht.
Materialien der Burg wurden zum Bau eines neuen Amtshauses verwendet.


Der Burgbrunnen
... wurde 1713 zugeschüttet und zwischen den Jahren 2005 und 2012 wieder nutzbar gemacht.
Dazu wurden
- in einer Tiefe von 8 m die Kerben der alten Podeste identifiziert,
- bei 13 m die ersten Schwemmsedimente nachgewiesen und das Brunnendach gezimmert,
- bei 18 m eine Eisenleiter angebracht
- in 21 m Tiefe wurden Skelett-Teile von Wild gefunden
- in 27 m Tiefe steht das Wasser 2,5 m hoch
Der Brunnen ist jetzt 29 Meter tief
- aus ihm wurde nach 298 Jahren wieder ein erste Eimer Wasser gefördert.

Die Burgruine heute
...ist eine touristische Attraktion von Altenahr, bei der zuweilen auch zu Kostümführungen eingeladen wird.

Auch jetzt noch ist aus den Mauerresten der Burgruine Are die einstige Größe und Schönheit der Burg zu erahnen.

Eine grandiose Rundumsicht vom Bergfried aufs Umland, die man sich nicht entgehen lassen sollte, belohnte uns für die Mühen des Aufstiegs und erinnert uns nun mit Fotos an diesen schönen Tag.

--> Jetzt auch mit Bildunterschriften
2
1
1
1
1
1
1
2
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
9
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
6 Kommentare
6.352
Bernd Müller aus Halle (Saale) | 12.05.2015 | 00:17   Melden
11.474
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 12.05.2015 | 06:33   Melden
14.707
Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 12.05.2015 | 09:04   Melden
5.932
Annette Funke aus Halle (Saale) | 12.05.2015 | 09:10   Melden
1.810
Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 12.05.2015 | 09:47   Melden
1.855
Katrin Koch aus Friedersdorf | 13.05.2015 | 21:53   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.