3 - Naturschutzgebiet Langfigtal / Eifel

Der Verlauf der Ahr und die Einbettung des Naturschutzgebietes
Als Teil des Rheinischen Schiefergebirges lassen sich im Ahrgebirge oberflächenformende Kräfte und Vorgänge aus 400 Millionen Jahren der
Erdgeschichte verfolgen.
Die jetzt steil aufragenden Schieferpartien waren früher einmal flach liegender Meeresboden, aus dem im Devon, als das Ahrtal etwa auf dem 30. Breitengrad südlich des Äquators lag, das Gebirge entstand.

Bei Altenahr zeigt das Langfigtal die größte Mäanderschleife und deutlich erkennt man hier den Unterschied von Gleithang und Prallhang.
Während am steilen Prallhang Material abgetragen wurde, wird es am flachgeböschten Gleithang durch die unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten der Ahr abgelagert.

Beim Steillagenweinbau stabilisieren alte Weinbergsmauern die Hänge - an den Hängen des Tals sind noch Überreste solcher Mauern in den bereits zugewachsenen Stellen erkennbar. Mit ihrem ausgedehnten Hohlraumsystem bieten Trockenmauern Lebensraum für viele wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten.

Es war eine Freude, das schöne Tal zu durchwandern und einzutauchen in diesem ruhigen Naturparadies. Um uns herum herrschte nur vom Gesang der Vögel unterbrochene Stille und Insektengesumm.

Ganz nah kamen uns Specht, Rotkehlchen, Rotschwänzchen, Meisen und Buchfinken und ließen sich beobachten - allerdings hat mir nur ein Rotkehlchen die ausreichende Gelegenheit zum Porträtfoto gelassen. Die anderen Vögel waren leider für meine nun schon gealterten Augen viel zu flink wieder zwischen den Zweigen verschwunden.

Die fast ebenen Wege entlang des Flusslaufs sind gut begehbar, sie führen über Wiesen, durch lichten Buchenwald und entlang sonniger Hänge. Bänke laden zur Rast ein und am Ende des Weges geleiten den Wanderer dann Brücke und Straßentunnel wieder nach Altenahr zurück.

Mein von den vorherigen Wanderungen schon arg gebeuteltes Knie drängte uns nach einer stattlichen Wegstrecke zur Umkehr. Aber erst hinterher wurde uns bewusst, dass unser Rückweg dadurch statt kürzer, ein ganzes Stück länger geworden ist.
Na - was soll's - geschafft haben wir es jedenfalls auch so ...und ohne Umkehr wären mir ein paar schöne Fotos entgangen.

In der Fortsetzung folgen noch ein paar Tier- und Pflanzenaufnahmen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 15.05.2015
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 12.05.2015 | 12:58   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 12.05.2015 | 15:06   Melden
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