Norwegen (3) - Ein Stückchen "Oslo"

Immer mit auf Reisen: Karli ReiseBÄR
 
Lebenszyklus - Parkeingang
Wenn man nach Oslo, in die Hauptstadt
von Norwegen kommt, darf man sich als
Besucher eines nicht entgehen lassen
- den Vigeland-Park.

Er ist ein Teil des Frognerparks und
kann von der Innenstadt in etwa zehn
Minuten mit der Straßenbahn erreicht
werden.

Seine größte Sehenswürdigkeit ist die Skulpturen-Ausstellung "Vigeland", erschaffen von Gustav Vigeland, einem norwegischen Künstler, der von 1869 bis 1943 lebte und mit seinen Werken einen Lebenszyklus schuf.

In dem wunderschön gestalteten Landschaftspark erwartet die Besucher eine Welt von Menschen und Tieren aus Stein, Eisen und Bronze, die zusammen einen Großteil des gigantischen Werkes von Gustav Vigeland zeigen, an dem der Künstler über 30 Jahre
arbeitete.

Auch die schmiedeeisernen Tore mit ihren Figuren- und Ornamentendarstellungen sind von Vigeland selbst entworfene echte Hingucker.

Die überlebensgroßen Skulpturen wurden sehr detailgetreu angefertigt, stellen Szenen aus dem Leben dar und zeigen Menschen in jeder Phase ihres Lebens, vom Baby bis zum Greis.

In der Mitte befindet sich ein riesiger Monolith, der 17 m hoch ist und dessen Szenen aus nur einem einzigen Stein gefertigt wurden.
Umgeben ist er von Figurengruppen in mehreren Reihen. Sternförmig angelegte Stufen führen zur Basis des Kunstwerks empor. Besucher dürfen zwischen den Figuren herumlaufen und sie auch aus der Nähe betrachten.

Der Monolith verkörpert durch die Menge verschlungener Leiber im Haufen sowohl Individualität, als auch notwendigen Zusammenhalt.

Dieser begnadete Bildhauer muss unglaublich genau beobachtet haben, denn seine Figuren wirken sehr lebensecht in ihren Proportionen, den Bewegungen und in ihren Gesichtern. Auch wenn sie aus Stein gehauen sind, spiegeln Mimik und Gestik lebensechte menschliche Gefühle.

Wir durchschreiten dekorativ gestaltete Tore, danach geht es auf einer breiten Allee treppab ins Blumenparadies der Parkanlage. Dort stehen auf Sockeln weitere Skulpturen. Sie sind so voller Leben, Bewegung und Emotionen dargestellt, dass man meint, sie würden atmen und dass man die Zärtlichkeit der Mütter zu ihren Kindern direkt aus dem behauenen Stein wahrnehmen kann.

Auf einem der Sockel befindet sich eine Kugel aus Babyleibern. Die gesamte Säule stellt ein Abbild der Fruchtbarkeit dar.
In der 32 ha großen Parkanlage hat Vigeland sich den Traum vieler Künstler erfüllt und sein Gesamtwerk erschaffen.

Die eigentliche Geburtsstätte des Skulpturenparks war der riesige Springbrunnen, der von 20 Skulpturen umgeben ist, in denen Menschenleiber und Baumkronen ineinander übergehen.
Eine große Schale sammelt das nach oben gepumpte Wasser und wird von sämtlichen Vögeln des Parks als Tränke und Badestelle benutzt.
Auch in den 60 Reliefs, die am Sockel um den Brunnen verteilt sind, findet sich das Motiv des Baums als Sinnbild für den Lebenszyklus wieder.

Vigeland war von der Vielfalt möglicher Lebensformen fasziniert und schuf die Pläne dieser prachtvollen Fontäne.
Die Beete, die Fliesenanordnung des Weges, die Tore und Treppen, alles ist passgenau aufeinander abgestimmte Kunst, die den Park zu einem Erlebnis macht.

Auf einer Brücke stehen, vom Publikum dicht umlagert, Kinderfiguren auf Sockeln. Das eine der Kinder zieht ein schmollendes Schippchen und das andere präsentiert sich als bockiger kleiner Wüterich. Ihn haben schon viele Leute bei der Hand gefasst, sodass Hand und Arm glänzen.
Man möchte sie streicheln, trösten oder ihnen zulachen, so lebendig wirken sie auf den Betrachter.

Ein Denkmal des Künstlers darf nicht fehlen, am Parkausgang steht er auf seinem wohlverdienten Sockel.

Als von unserer Reisegruppe wieder alle beisammen waren, gingen wir zum Ausgang des Parks, durchschritten bewundernd die schmiedeeisernen Tore, die - mit ihrer dekorativen Gestaltung und gegen den hellen Himmel gesehen - Fotomotive par excellance boten. An ihnen konnte mein Fotografenauge natürlich nicht ohne Fotos vorbei gehen. Und noch immer bin ich schwer beeindruckt.

Abschied nehmend sahen wir noch einmal zurück. Gar zu gerne wären wir länger geblieben...
Hinter dem Ausgang, gleich auf dem nahen Parkplatz, erwartete uns leider schon wieder unser Reisebus zur Weiterfahrt.
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 23.11.2016 | 19:20   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 23.11.2016 | 22:30   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 24.11.2016 | 01:39   Melden
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Willgard Krause aus Wittenberg | 28.11.2016 | 12:49   Melden
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