Norwegen - Fortsetzung 2

Die Fähre ist wie ein Hochhaus auf dem Wasser
Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt,

... unsere aber begann per Schiff.

Am Norwegenkai in Kiel bestiegen wir das riesige Schiff der Color-Line am Nachmittag.
Ca. zwei Stunden sind für die Einschiffung vorgesehen.

In dieser Zeit müssen die vielen Fahrzeuge, die der riesige Schiffsbauch inzwischen "verschluckt" hat, auf dem für sie vorgesehenen Platz stehen und gut gesichert sein. Längst flanieren sämtliche Passagiere schon auf dem Oberdeck, um die Abreise nicht zu verpassen.
Die Mannschaft hat alle Hände voll zu tun, ehe es heißt: Leinen los und Schiff AHOI.

So ein riesiger Dampfer, der als Fährschiff zwischen Kiel und Oslo verkehrt, ist wie ein riesiges Hotel und zugleich auch Einkaufsmeile, Unterhaltungsbereich und Restaurant. Das wird schon klar, wenn man das Schiff über die Rampe erreicht und sich zur eigenen Kabine begibt.

Da geht es treppauf und treppab durch unzählige Gänge. Eigentlich sieht alles gleich aus und ist doch verschieden. Gar nicht so leicht, die richtige Kabine wiederzufinden, selbst wenn man sie schon mal entdeckt hat.

Zunächst interessiert alle nur das Oberdeck - Pünktlich verlassen wir Kiel, die Hafenanlagen ziehen an uns vorbei, der Strand und nachdem wir den Leuchtturm und den Großen Belt passiert haben müssen wir bis zum nächsten Morgen durch den Kattegat bis in die norwegische Hauptstadt Oslo schippern.

Die Zeit wird nicht lang, denn es gibt viel zu sehen. Klar, auch zu kaufen, aber das muss man ja nicht - gucken reicht auch schon. Wer nicht mehr an Deck bleiben will, kann es sich im Cafés oder in kleinen Restaurants bequem machen.

Über 2000 Menschen können auf der Fähre mitreisen. In überraschend geräumigen Kabinen ist für alles Notwendige Platz und die Fahrt ist so eingerichtet, dass Nachtruhe und Frühstückszeit ganz bequem vor der Ankunft in Oslo absolviert werden können.

Abends machen wir es uns hinter den großen Panoramascheiben in einem Café gemütlich und morgens bestaunen wir die Fahrt durch den Schärengürtel vor Oslo.

Die Schären - kleine felsige, zum Teil sogar bewohnte Inselchen, die dem Festland vorgelagert sind. Ich weiß noch, dass der Begriff in meiner Schulzeit nur sehr verschwommene Vorstellungen zu erzeugen vermochte. Jetzt sieht das schon anders aus. Wir sehen sie vor uns, neben uns - das große Schiff muss sich durch die Zwischenräume hindurch manövrieren und genau den Kurs halten.

Längst steht unser Gepäck griffbereit und selbst Karli hat seine Portion Seeluft geschnuppert.

Auch wenn Oslo uns mit massivem Wolkengrau empfängt - wir lassen uns nicht schrecken. Die Sonne wird schon noch kommen, hoffen wir - schließlich haben wir sie doch abonniert. ;-)

Zu Fuß verlassen wir das Schiff und erwarten nach dem Auschecken auf dem großen Parkplatz unseren Reisebus, mit dem die Fahrt - nun zunächst als Stadtrundfahrt durch Oslo - fortgesetzt wird.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 09.09.2016 | 08:58   Melden
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