Schönes Herbstbunt - ade

  Mit dem jetzt einsetzenden Regen und dem Absinken der Temperaturen bis in den einstelligen Bereich wird sicher nun der schönere Teil des Herbstes vorbei sein.

Warmer Sonnenschein und bunte Raschelblätter, entspannte Spaziergänge, letzte Gartenarbeiten, die Ruhezeit auf dem Balkon oder auf einer der Parkbänke - daraus wird jetzt nichts mehr.

Es regnet. ;-/
Der Wind rüttelt die letzten Blätter von den Zweigen und das Laub auf den Wegen wird zu einem schmierigen Matsch und Klitsch verkommen.

Die Umstellung fällt uns - wie in jedem Jahr - schwer, denn sie kam wieder so plötzlich über uns, dass keiner die Zeit hatte, sich so richtig darauf einzustellen. Wir müssen gleich aus dem Strickjäckchen in die warme Jacke umsteigen und die Sandalen mit den Stiefeln vertauschen.

Wie schön war es doch, als noch die Sonne schien, ist das wirklich erst ein paar Tage her? Da trug die Welt noch Farbe - jetzt ist sie grau in grau und der Novemberschmuddel kommt schon im Oktober über uns.

Das schlägt gewaltig auf die Stimmung und drückt die Laune - ist aber auch eine Herausforderung an uns.
Nämlich erstens, ans Immunsystem - jetzt bloß nicht krank werden ... und zweitens auch an die eigene Psyche.
Jeder muss es zuwege bringen, sich ein paar freundlich aufhellende Gedanken zu machen, um diesen Wechsel zu verdauen. ... und das ist schon eine wichtige Lebenskunst. Oder eine Gunst? Weil es ja nicht jeder zuwege bringt, wenn Bedrücktheit, Depression und Missmut um sich greifen.

Ich halte es immer mit dem Spruch:
= Ein Lebenskünstler ist, wer seinen Sommer so erlebt, dass er ihm noch den Winter wärmt. =

Denkt an die schönen Sommer- und Herbstfarben und lacht die Unannehmlichkeiten von jetzt einfach weit weg.

--> November
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Der Monat elf im Jahr ist trübe meist und grau.
Der Wind weht kälter schon und stürmischer und rau.
Er bietet Vorgeschmack auf Winter, Schnee und Eis,
obwohl von dem, was kommen wird, noch niemand weiß.
*
Wir greifen unter Zwang uns dicke Jacken schnell,
entsteigen Blusen flink und nehmen dichtes Fell,
das wird als Jackenfutter schleunigst eingeknöpft,
indes der Sturmwind draußen letzte Astern köpft.
*
Der Platz am Ofen ist auf einmal sehr beliebt,
seit der Novemberhimmel Wolkengrau verschiebt.
Der große Baum vorm Haus ist kaum noch blattbestückt,
das Allerletzte festzuhalten, wär verrückt.
*
Der Nieselregen nieselt leise vor sich hin.
Wer jetzt nach draußen nicht muss, unbedingt, bleibt drin
Bedauern folgt dem, der das muss, dicht auf dem Fuß
und die Erleichterung, wie gut, dass ich nicht muss..!
*
Der rote Apfel schmeckt gebraten gut mit Zimt.
Wenn das Glas Glühwein dampfendheiß man zu sich nimmt,
dann ist die schnöde Welt auch trotz Novembergrau
noch ganz ok und wieder für uns himmelblau.
*
Für all die Wärme, die wir in uns selber ziehn,
sind wir verantwortlich allein, dass Sonnenglühn
uns wärmt, wenn Schmuddelwetter längst schon nach uns greift.
Das Allerbeste ist, wenn man aufs Wetter pfeift.
;-)
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Wolfgang Miers aus Thale | 22.10.2014 | 18:07   Melden
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 22.10.2014 | 18:26   Melden
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Ellen Röder aus Alsleben (Saale) | 22.10.2014 | 18:50   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 22.10.2014 | 19:01   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 22.10.2014 | 22:00   Melden
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Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 22.10.2014 | 22:44   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 23.10.2014 | 07:45   Melden
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