Schüleraustausch nach China: Schülergruppe des Gymnasiums "Südstadt" aus Halle macht einen zweiwöchigen Schüleraustausch mit der Partnerschule "Jiashan Senior High" aus der Stadt Jiaxing - China

Die ganze Truppe in der verbotenen Stadt
 
Der Blick auf Shanghais Skyline
 
Die schöne Bootstour mit Lehrern und Schülern; ,,Sagt Cheeeese!"

Grundinfos

Im Zeitraum vom 14.09.17 bis zum 28.09.17 machte eine
Gruppe aus 20 Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 des Südstadtgymnasiums Halle, wie aller 2 Jahre, zusammen mit 2 begleitenden Lehrern, welche diese nach Leistungen, Englischkenntnissen und sozialer und zwischenmenschlicher Interaktionsfähigkeiten ausgewählt haben, eine zweiwöchige Reise nach China, die sie nie vergessen werden. 
Die Reise war hierbei in 2 Teile gespalten.
In der ersten Woche machten wir, also die Schüler, zu denen ich auch gehöre, eine Rundreise mit Bus und Zug, von Hotel zu Hotel, 3 riesiger Städte Chinas.
In  der zweiten Woche machten wir dann den namensgebenden Schüleraustausch mit ausgewählten Schülern, der Jiashan Senior High, der Partnerschule des Südstadtgymnasiums. 
Erlebt haben wir dabei so viel unglaubliches, und unsere Gruppe ist binnen weniger Tage extrem zusammengewachsen. 
In diesem Beitrag versuche ich die Reise so interessant wie möglich zu schildern.
Einen vollständigen und umfangreichen Bericht zu allen 14 Tagen mit Bildern gibt es auf der Schul-Homepage des Gymnasiums zum nachlesen, sobald er erschienen ist: http://www.gymnasium-suedstadt.de/startseite.html


Woche 1: Rundreise

Nachdem sich die ausgewählten 11 Schülerinnen und 9 Schüler am Leipziger Flughafen von ihren Familien verabschiedet und mit den begleitenden Lehrern Herrn Ixmeier und Herrn Meißner die Reise angetreten haben, begaben sie sich mit  einem Kribbeln im Bauch mit dem Flugzeug erst nach Frankfurt und dann über 8 Stunden nach Peking, oder Beijing im Chinesischen, um dann bereits am ersten Tag die chinesische Mauer und einen Kaisergarten zu besuchen und die chinesische Kultur bereits etwas kennenzulernen.
Es war unglaublich beeindruckend für uns, auch wenn noch nicht alle geistig bereits in China waren.
Am Abend fielen alle extrem erschöpft ins Bett, bevor es am nächsten Tag, dem Samstag den 16.09 zum Platz des Himmlischischen Friedens und der verbotenen Stadt ging.
Zwischen den Besichtigungen, gab es mittags immer Essen im Restaurant, und am Abend ebenfalls.
Am nächsten Tag verliessen wir Beijing und seinen Smog-Himmel bereits, nachdem wir noch einen Abstecher zum berühmten Fake Markt machten, wo wir allerlei Replikas kauften, um am Abend im Schlafzug über Nacht nach Suzhou zu fahren.
Die Fahrt war aufregender als jede deutsche Zugfahrt.
In Suzhou angekommen, machten wir mit der Hilfe unserer Reisebegleiterin Susu Wu eine Bootstour, besichtigten einen wunderschönen Garten und einen besuchten eine Seidenfabrik. 
Am Dienstagmorgen ging es dann bereits nach Shanghai, wo wir uns die Skyline bei Tag sowie bei Nacht ansahen und etwas shoppen konnten.
Nach einer Nacht in einem wunderschönen Hotel sahen wir am Vormittag aus dem Shanghai Tower von oben auf Shanghais Skyline und besuchten das große Geschichtsmuseum.
Am Abend kamen wir mit dem Bus gegen 18:00 an der Jiashan Senior High in Jiaxin an und lernten unsere Austauschschüler nach einem Abendessen bei der Eröffnungszeremonie kennen. 
Mit gemischten Gefühlen und dem Wissen, dass wir nun nicht mehr mit unseren neu gewonnenen Freunden die Nacht verbringen würden, fuhren wir mit den Gasteltern zu deren Häusern und lernten die Familien kennen.
Damit nahm die Rundreise ihr Ende.


Woche 2: Schüleraustausch

Am Donnerstagmorgen, der erste Tag der zweiten Woche, kamen alle wahrscheinlich zum ersten Mal richtig gern in die Schule. Auch wenn wir überwiegend wirklich herzlich aufgenommen wurden, so war es doch ein komisches Gefühl, bei fremden, kaum englisch sprechenden Gastgebern zu schlafen. Wir fanden uns dann doch schnell in der für uns neuen Situation zurecht, aber die ersten Tage war es sehr ungewöhnlich.
Am ersten Tag besichtigten wir fast ausschließlich die Schule und nahmen am Nachmittag nach dem Mittagessen an einem Knetkurs (Tigerskulpturen) teil. 
Doch das wohl Aufregenste für uns an diesem Tag ereignete sich in der großen Pause in der Bibliothek für uns. Zwar sollte das später jeden Tag so sein, aber es blieb immer besonders.
Nachdem unter den einheimischen Schülern bekannt wurde, dass wir unsere Pause in der Bibliothek verbrachten, kamen unzählige chinesische Schülerinnen und Schüler, um die "besonderen Europäer" zu sehen. Sie überschütteten uns mit Fotowünschen und verlangten nach Umarmungen und Unterschriften. Etwas so wie bei Popstars. Entsprechend haben wir uns auch gefühlt.
Am Abend fuhren wir mit den Gastschülern zwar nach Hause, aber viele gingen dann in ein großes Einkaufscenter.
Am Freitag, nahmen wir dann an einem Kalligraphiekurs teil und bekamen Tischtennistraining und einen Kurs in Chinesisch.
Da die Gastschüler auch am Samstag aufgrund einer großen Physikarbeit in die Schule mussten, besichtigte unsere Reisegruppe den ganzen Tag lang Sehenswürdigkeiten Jiashans. Darunter eine Wasserstadt, ein Stadtmuseum und einen Garten.
Am Abend gingen wir mit unseren Gastfamilien nach Hause, aber die Hälfte der Schüler traf sich dann nochmal bei einer Gastfamilie mit vielen Austauschschülern zu einem Spieleabend.
Am Sonntag mussten bis auf ein paar arme Seelen die Austauschschüler nicht in die Schule, weshalb alle mit ihren Gastfamilien schöne Ausflüge machten.
Montag war dann wieder ein ganz normaler Schultag, weswegen wir nur einen Tai Chi Kurs machten und etwas von Schülern gespielter chinesischer Musik lauschen durften und natürlich in der Pause für die Schüler wider "Popstars" waren. 
Dienstag sollte unser letzter Schultag gewesen sein, weshalb wir nach etwas Frühsport mit Fussball und Kung Fu uns nach dem Mittagessen auf unsere Abschlussfeier vorbereiteten, in der wir unseren Talente und etwas deutsche Kultur vor den Schülern präsentieren konnten.
Abwechselnd mit Aufführungen chinesische Schüler zeigten wir, wie gut einige von uns singen, tanzen, jonglieren und Flöte spielen können. 
Am Ende hielten zwei Repräsentanten unserer Gruppe noch eine Dankesrede, bei der wir in Tränen ausbrachen, weil es so eine schöne Zeit war und eine trostspendende Gruppenumarmung bekamen.
Mit Melancholie bereits in den Knochen, fuhren wir nach dem Abschlussabendbrot nach Hause, packten unsere Koffer und verbrachten einen letzten Abend mit unseren Gastfamilien.
Am nächsten Morgen fuhren wir nach der großen Verabschiedung mit Sack und Pack zum Shanghai-Flughafen und traten den 12 Stundne langen Flug an. Doch wir sollten nicht wie geplant am Mittwoch in Deutschland ankommen, sondern verbrachten noch eine Nacht zusammen in Heppenheim aufgrund einer fast 3 stündigen Verspätung unseres Fliegers, wodurch wir den Anschlussflug verpassten.
Am Donnerstag empfingen uns dann unsere Eltern am Leipziger Flughafen und wir verabschiedeten uns, traurig über das Ende der Reise, von unseren Freunden.

Nachwort

So ging die Reise nach China zu Ende, die uns so viele neue Erfahrungen, Erkenntnisse, Lebensweisheiten, Freunde und vor allem schöne Erinnerungen gebracht hat. Unsere Gruppe ist zu einer kleinen Familie geworden über diesen Zeitraum und wir haben uns alle ganz gewiss weiterentwickelt und verändert. 
Dennoch bereut keiner, diese Reise gemacht zu haben. Ganz im Gegenteil: wir würden sie immer wieder machen.
Auch wenn wir wohl nicht mehr die Chance für eine solche Reise bekommen werden -  Freunde bleiben wir.

Und jeder Schüler des Südstadtgymnasiums hat in der elften oder zehnten Klasse die Chance, genau die selbe großartige Reise zu erleben.
ich kann es nur empfehlen. Diese Zeit war vielleicht bisher eine der besten meines Lebens.

( Mehr Bilder gibt es auf meinem Instagram Kanal: https://www.instagram.com/jst.one.lilin/?hl=de )
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1 Kommentar
15.411
Peter Pannicke aus Wittenberg | 05.10.2017 | 00:05   Melden
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