von Stornoway nach Barra

Twin Otter m Landeanflug auf BARRA
  Isle of Barra (Vereinigtes Königreich): Bara Beach |

Scotland

Stornoway, liegt auf der Insel Lewis und wurde etwa im 9. Jh von Vikingern gegrüdet. Die Inseln sind Zeugen einer etwa 8000 jährigen Besiedlungsgeschichte. Hier gibt es Wehrtürme, Rundhäuser, Steinkammern und Monolithen zu sehen und zu besichtigen. Callanish, mit 13 Menhiren liegt in der sehr flachen Gegend, voller kleiner Lochs/ Seen.
Die Aufstellung dieser Menhire begann etwa 2900 v. Chr. .
Broch's wurden wahrscheinlich zum Schutz vor Angriffen von der lokalen Bevölkerung/ oder vom Kleinadel gebaut, diese sind meist auf Orkney, Shetland und diesen Inseln zu finden. Es sind eine Art hohe Wehrtürme, etwa in 1. Jh v. Chr. gebaut wurden, die Dun Carlow Broch ist bestimmt die bekannteste.
Rundhäuser sind wie große Wagenräder gebaut und haben schon mal Leichen im Keller, im wahrsten Sinne des Wortes, wahrscheinlich sind es die verstorbenen Angehörigen unter dem Haus im Boden begraben worden.
Und natürlich die Sensation, die Mumien von Cladh Hallan, in Daliburgh auf South Uist, hier gruben Mitarbeitern der Universität von Sheffield. http://www.bbc.co.uk/history/ancient/archaeology/mummies_cladhhallan_01.shtml Es sind die bis jetzt einzigen Mumien auf Britischen Boden, denn die Moorleichen zählen ja nicht zu dieser Art.
Die Geschichte der Familien Clans ist auch sehr interessant...
Die Schachspieler vom Lewis wurden schon 1831 gefunden und weltweit bekannt.

Es gab einen Beinahe-Fischerei Krieg mit den Holländern und das kam so,
Seaforth wollte die Gewässer um die Inseln für die Engländer und Schotten zum Fischen öffnen, aber die Holländer fischten dort schon und ohne Genehmigung... Diese hatte damals schon eine Art Trowler, Versorgungschiffe hielten Kontakt und so wurden neue Fischer, Verpflegung und Wasser gebracht und der Fang umgeladen. Alte Aufzeichnungen sprechen von den Holländern als eine Plage,
die kleinen "Shetland Ponnies" verletzen und Bestuhlung der Kirchen als Brennholz benutzen", das war aber schon zu den Zeiten des Britischen Königs Charles I.
Der geschichtlich interessierte Reisende kommt auch hier nicht an den Jacobitern vorbei, Flora Mcdonal stammte aus South Uist und sogar nach St. Kilda verschlag es die Rebellen. Gewohnt wurde in den Schwarzen Häusern, dem Black Houses,
die wurden vor einiger Zeit in Jugendherbergen umgebaut und saniert.
Der letzte Bewohner so eines Hauses, den ich noch traf,
wurde in der Mitte der 70-ziger in eine Sozialwohnung umgesiedelt, die er bis heute nicht mag. Hier einige Vorschläge zur Übernachtung
http://www.gatliff.org.uk/ dort schläft der müde Wanderer in originalen Black Houses.
oder http://www.castlebay-hotel.co.uk/tarrif.php Hotels und Pensionen gibt es natürlich auch.

Hier, auf den Inseln, sprechen noch viele Einheimische Gälisch und wer die Möglichkeit hat, sollte einen Gottesdienst besuchen, die Gesänge dort sind einmalig schön...und noch heute ist das Ruder in den großen Galleys, Pflichtfach.

Die Insel zu erkunden ist mit bei öffentlichen Transport möglich, bei guter Organisation. Fähren und Busse rollen wie am Schnürrchen. Der 1989 erbaute Causeway verbindet South Uist mit Eriskay, das ist schon eine Leistung. Allerdings paßte das einigen Inselbewohner garnicht, denn sie "wußten nicht wo ihre Kinder waren und wer auf die Insel kommt"... Die kleinen Eriskay Ponnies sind meist um den Shop herum zu finden.
Kisimul Festung, die fantastischen Strände und mit einer Landebahn versehen, die nur bei Ebbe benutzt wird (Logan Air) sind schon was.

St. Kilda, weiter im Westen sind unbewohnt, die letzten Bewohner wurden 1930 evakuiert, diese hatten eine Art Flaschenpost, die an der Westküste Schottlands an gespült wurde. Manchmal werden Expeditionen ausgeschrieben an denen sich interessierte Mitbürger beteiligen, helfen bei der Sanierung der Häuser oder im Vogelschutz. Das Soay und das Boreray Schaaf überlebten hier. Es gibt noch ein alte Tradition, den Fang von Gugas (Tölpeln) das dauert etwa zwei Wochen und es gibt eine offizielle Genehmigung.

Die lokale Sagen von Orkney, den Äußeren Hebriden und auch Shetland handeln u.a. von Finman, Selkies und versunkenen Inseln.

Selkies sind eigentlich Robben, die ihr Fell ablegen und an Land kommen.
Das Fell muß von den Selkies gut versteckt werden, denn findet ein Bauer/ Fischer dieses Fell müssen diese armen Wesen an Land bleiben.....
Die Sagen enden meist .. die Robbenfrau findet das Fell, verläßt Mann und Kinder und kehrt ins Meer zurück um ihre eigenen Kinder wiederzusehen.

Finman wurden schonmal um Aberdeen herum gesehen, es sind Kajakfahrer, wahrscheinlich ein Halbnomadiesches Völkchen.
Um die Orkney Inseln herum gab es zwei weitere Inseln, die jetzt aber untergegangen sind, Hilda Insel oder auch als Eyanhallow bekannt und Heather Blether.

Diese Reise unternahm ich schon 2007.
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