Wie man es schafft zu fliegen und doch auf den Boden zu bleiben

Turnvater Jahn wäre aus seinem Versteck in den Klausbergen herausgekommen und schlichtweg begeistert gewesen. Was die Jungen und Mädchen des SV Halle in einem anderthalbstündigen Programm dem Auge des verwöhnten Zuschauers boten, war schlichtweg großartig. Da zollt man den Trainern doch schon eine gehörige Portion Achtung, um all diese großen und kleinen Athleten im Zaum zu halten und ihnen die großen und kleinen turnerischen, fast möchte man sagen Kunststücke beizubringen. Die Halle war dicht gedrängt, andere würden sagen knacke voll. Gäste, Eltern, Oma und Opas und andere Freunde des Sports konnten miterleben, wie die Sportler durch die Luft flogen, Bänder durch die Halle wirbelten, tanzten und ihre Körper nach allen Richtungen drehten und sich auch an den Ringen, Reck und Pferd quälten. Wobei Qual wohl kaum das richtige Wort ist. Diese Jungen und Mädchen waren mit Leidenschaft dabei, zeigten Ausdauer und Kraft und so verzieh man auch mal einen Ausrutscher. 25 Programmpunkte galt es zu zeigen und manche Turner und Turnerinnen überwanden die Gesetze der Schwerkraft, als würde es sie nicht geben. Von Showelementen bis zu turnerischen Leistungen, denen von den Zuschauern hörbaren Respekt gezollt wurde, war alles dabei. Die Turner und Turnerinnen hatten sichtlich ihren Spaß an den Darbietungen und die Zuschauer hatten alle Hände voll zu tun, um zu applaudieren. Dabei nahmen es die Sportler an dem diesjährigen Weihnachtsturnen nicht immer so bierernst und zeigten auch parodistische Einlagen. Insgesamt waren die Leistungen beeindruckend und wie sagte doch Turnvater Jahn: „Frisch, fromm, fröhlich, frei“. Besser hätte er den Tag nicht treffen können.
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 17.12.2016 | 19:53   Melden
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