Zwei Spitzenspiele im Spielbezirk für die HSC-Handballer

Am Samstag kam es im Neustädter BIZ zum Duell in der Bezirksliga zwischen dem HSC 96 und der SV Steuden. Da sich hier der Dritte und Erste gegenüberstanden konnte man schon von einem Spitzenspiel reden.
Danach sah es in der ersten Halbzeit aber nicht aus. Das Spiel war geprägt von Einzelaktionen, Ballverlusten und dezenten Abwehrverhalten auf beiden Seiten, ein ordentlicher Spielaufbau war kaum zu erkennen. Nach wechselnder Führung und einem sich neutralisierenden Spiel ging es mit 14:14 in die Pause.
Nach dieser wurde es etwas aktiver und den Hallensern gelang mehr im Abschluss und man erspielte sich eine 4-Tore-Führung. Jetzt gewann das Spiel an Tempo, die Härte nahm zu und es kam teilweise zu hektischen Aktionen. Die Unparteiischen verließen jetzt auch Ihre ruhige Linie der ersten Halbzeit und sorgten mit ihren Entscheidungen mehrfach für Kopfschütteln auf beiden Seiten. Die Gäste konnten diese Phase besser nutzen, drehten das Spiel und konnten mit einem 5:0-Lauf in Führung gehen. Im doppelten Überzahlspiel gelang es ihnen aber nicht für eine Vorentscheidung zu sorgen.
Der HSC holte wieder 3 Tore auf und alles sah nach einem toten Rennen aus. In der Schlussminute fiel die Entscheidung durch einen Strafwurf für die Steudener, auch weil im letzten Angriff auf der Gegenseite der Pfiff ausblieb.
So jubelten die Gäste nach einem Spiel, welches eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Aber Handballsport ist selten gerecht und am Ende zählt nur das Ergebnis. Hier hatten die Gäste vom Hühnerhof mit dem 29:30 ein Ei mehr im Körbchen.

Sonntagnachmittag kam es zum nächsten Spitzenspiel, diesmal reiste die Zweite des HSC als Tabellenführer der Kreisliga nach Großkorbetha. Der dort heimische TSV 1893 steht mit „weißer Weste“ auf Platz 2. Die Vorzeichen standen schlecht für die Hallenser ihre Tabellenführung zu verteidigen. Diverse Absagen haben die Mannschaft auf eine Minimalbesetzung zusammenschrumpfen lassen und nur ein Torhüter als Feldspieler sowie ein Spieler der Dritten standen als Wechseloptionen zu Verfügung. Die mit voller Kapelle spielenden Hausherren waren so der Favorit dieser Partie. Es begann schleppend, aber nach verspielten 10 Minuten schien das Unheil seinen Lauf zu nehmen. Den Gästen unterliefen zu viele Fehler und die Rückraumschützen des TSV trafen nach guten Kombinationen. Eine 6-Tore-Führung schien die Vorentscheidung zu sein. Ende der zweiten Halbzeit kam der HSC trotz unglücklicher doppelter Unterzahl, wie auch immer, auf zwei Tore heran. Aber selbst dies weckte auf Grund der personellen Situation nicht viel Hoffnung.
So versuchten es die Gäste mit einer taktischen Umstellung der Abwehr. Diese schien aufzugehen und der zudem „angerührte Beton“ wurde steinhart und der Keeper schien sein Tor vernagelt zu haben. Da die Unparteiischen nun auch das teilweise sehr harte Spiel des TSV mit Zeitstrafen „honorierten“ konnten die Hallenser das Überzahlspiel in Tore ummünzen. So stand zehn Minuten vor Schlussmeine eine 3-Tore-Führung für den HSC an der Anzeigetafel, von der dieser wohl selbst etwas überrascht war. Der TSV versuchte nochmal alles, aber rannten sie sich in der immer noch sicher stehenden Abwehr fest oder schlossen überhastet ab. Am Ende hieß es 20:16 für den Halleschen SC 96. Eine geschlossene kämpferische Mannschaftsleistung hatte einen, vor der Partie wohl kaum für möglich gehaltenen Auswärtssieg gebracht. (jp)
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