ⒽⓂ Einen Punsch auf Fürst Franz! ♛

Der Förderverein "Dieskauer Park" hatte am 08.01.2017 zum Punsch im Park eingeladen.
 
Dagegen war das Wetter weniger einladend... Treffpunkt war das Chinesische Teehaus, welches 2014 wieder errichtet wurde.
Neben zahlreichen Kulturerlebnissen hat Sachsen-Anhalt auch eine Menge Naturerlebnisse vorzuweisen. Sie nehmen die Besucher mit auf eine Zeitreise durch viele Jahrhunderte Zeitgeschichte und verzaubern sie durch ihre Schönheit. Mit viel Liebe, Sorgfalt und Engagement hat man in den vergangenen Jahren denkmalgeschützte Gärten und Parks nach historischen Unterlagen wieder saniert und hergestellt.

Ausgewählte Anlagen gehören inzwischen zur Initiative „Gartenträume“ des Landes Sachsen Anhalts. Eine kleines Träumchen deutscher Geschichte und Teil dieser Initiative ist der Dieskauer Park. Man nennt ihn auch den „Kanzlergarten“, weil er seine Entstehung einem Kanzler der Universität Halle, nämlich Carl Christoph von Hoffmann zu verdanken hat.

Natur als begehbares Kunstwerk

Hoffmann ehelichte die Witwe Therese Auguste von Lüder, die das Schloss Dieskau mit anhängigen Ländereien vererbt bekam. Leider verstarb sie kurze Zeit später, aber Hoffmann behielt Dieskau und heiratete bald darauf die Schwester seiner verstorbenen Frau, Friederike Auguste Lüder.
In den Jahren 1778 – 1784 ließ Carl Christoph neben dem Schloss einen englischen Landschaftsgarten anlegen, welche zur damaligen Zeit voll im Trend lagen. Als Vorbild diente ihm der Wörlitzer Park, den sein Freund Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau, genannt Fürst Franz, anlegen ließ. Er war es auch, der Carl Christoph bei seinem Vorhaben unterstützte und ihm seinen Landschaftsgärtner Georg Gottlieb Schoch zur Verfügung stellte.

Untergang und Auferstehung

Anfang des 19. Jahrhunderts endete die Blütezeit des Dieskauer Parks, als von Hoffmann kinderlos verstarb. Danach wurde er stark vernachlässigt und erst in den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde mit einer Restaurierung begonnen. Seine „Auferstehung“ hat der Park unter anderem dem Förderverein „Park Dieskau e.V.“zu verdanken, der im Jahr 1999 gegründet wurde. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kabelsketal und Dank vieler Sponsoren wird er nun schrittweise wieder hergestellt.

Auf ein neues und erfolgreiches Jahr!

Als schöne Tradition laden die Vereinsmitglieder jeweils zum Anfang eines neuen Jahres interessierte „Gartenträumer“ ein, um mit ihnen das neue Jahr zu feiern. So fand auch diesmal wieder am 08.01.2017 ein Punsch im Park mit Imbiss und verschiedenen Heißgetränken statt. Herr Prof. Dr. Kertscher gab einen Ausblick auf das Jahr 2017 und vergaß auch nicht, bereits Erreichtes zu erwähnen.
Dieses Jahr hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, Fürst Franz eine Gedenkstele anfertigen zu lassen. Damit wird er als Unterstützer für die Erschaffung des Dieskauer Parks und der Gründung des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches geehrt. Außerdem soll sie an das ehemalige Denkmal erinnern, welches es im Park schon einmal gegeben hat und zu dem aber leider keine historischen Abbildungen mehr existieren. Überliefert wurde nur, dass es eine „kolossalische Urne“ gewesen sein muss. Dieses Vorhaben entspricht einer Empfehlung aus dem Gesamtnutzungsplan für den Park, den das Landschaftsarchitekturbüro Därr in Halle erarbeitet hat. Als geeigneter Standort erwies sich die Nähe zur Mühlgrabenbrücke. Dort wird sie dem Besucher bei Annäherung auf fünf verschiedenen Wegen ins Sichtfeld geraten.

Spendenaktion gestartet

Die Vorbereitungen für die Realisierung des Projektes sind nun soweit gediehen, dass Finanzierung und Ausführung des Denkmalbaues in den Fokus gerückt sind. Dafür legte die Volksbank Halle/Saalkreis mit ersten finanziellen Zuwendungen den Grundstein. Außerdem startete der Verein eine umfangreiche Spendenaktion. Die Auftragserteilung für die Anfertigung der Sandsteinstele erfolgte an Herrn Ulrich Janku, einem bewährten Steinbildhauer aus Zwintschöna. Am 12.08.2017 hofft der Verein auf eine feierliche Denkmal-Einweihung.

Abschließend muss noch erwähnt werden, dass alle Vereinsmitglieder stolz darauf sein können, was durch ihren Einsatz und ihr Engagement für die Rekonstruierung des Parks bereits erreicht werden konnte. Dank gilt auch den Spendern und den Achtsamen, die sich dem Vandalismus entgegen stellen und sich ihm erwehren. Denn der Dieskauer Park möchte schließlich ein ansehnlicher und historisch bemerkenswerter Gastgeber für jeden Besucher sein und bleiben.


Näheres können Interessierte dem beigefügten Amtsblatt entnehmen, auf dem auch das Spendenkonto vermerkt ist.
Quellen: Eingefügte Links/Info von Herrn D.Friesecke
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 21.01.2017
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7 Kommentare
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 09.01.2017 | 18:12   Melden
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 09.01.2017 | 18:24   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 10.01.2017 | 09:11   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 10.01.2017 | 09:17   Melden
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 10.01.2017 | 10:30   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 10.01.2017 | 12:07   Melden
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 10.01.2017 | 13:56   Melden
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