27.Mai 2017 – Gedächtnismarsch „Jaap Epskamp“ in Halle-Nietleben

Wann? 27.05.2017 10:00 Uhr

Wo? Nietleben, Zur Gartenstadt, 06126 Halle (Saale) DE
Die Eislebener Straße in Nietleben mit dem prägnanten Gebäude einer ehemaligen Schule. Hier führt der Marsch auch vorbei.
Halle (Saale): Nietleben | Der Nietlebener Heimatverein e.V. führt gemeinsam mit dem Heimat-und Geschichtsverein Zöschen e.V. am Samstag, 27.Mai 2017 in Nietleben den Gedächtnismarsch Jaap Epskamp durch. Er ist Teil des Programmes des 9.Internationalen Jugendtreffens im Saalekreis. Unter dem Motto „Wege zur Erinnerung: auf den Spuren von Insassen des AEL Zöschen“ findet es vom 24. Bis 31.Mai 2017 statt. Organisiert von dem Zöschener Verein treffen sich Jugendliche aus Holland, Polen, Tschechien und Deutschland, um sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, die ehemaligen Orte der Unterdrückung aufzusuchen und sich mit ebenfalls anwesenden holländischen Zeitzeugen auszutauschen. Erwartet werden ca. 35 Teilnehmer im Alter zwischen 15 und 96 Jahren!

Das umfangreiche Programm des Jugendtreffens beinhaltet neben Gesprächsrunden, Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen u.a. in Zöschen, Schafstädt und Neumark auch die Erkundung der näheren Umgebung. Nach dem Gedächtnismarsch sowie einem Mittagessen im Heidebad wird die Gruppe das Halloren-und Salinemuseum in Halle (S.) besuchen und anschließend eine Stadtrundfahrt durch die Saalestadt unternehmen.

Mit dem Marsch soll an den Aufenthalt von ausländischen Zwangsarbeitern in Halle-Nietleben zwischen 1939 und 1945 erinnert werden. Forschungen des Nietlebener Heimatvereins dazu weisen nach, in welchem Umfang in dem damals zum Saalkreis gehörenden Dorf Zwangsarbeiter aus den verschiedensten europäischen Ländern eingesetzt waren. Während des Marsches wird es dazu genauere Ausführungen geben.

Startpunkt am 27.Mai 2017 ist 10 Uhr an der Straße Zur Gartenstadt (gegenüber dem Eingang zur Gartenanlage Habichtsfang I). Der Gedächtnismarsch vom Lager Nietleben bis zur alten Schmiede Alt-Zscherben bzw. dem Steinbruch (heute Steinbruchsee) folgt genau dem ca.3 km langen Weg, den die holländischen Zwangsarbeiter 1944/1945 täglich zu ihren Kommandos zurücklegen mussten.

Interessenten sind herzlich eingeladen.

Sieh auch der ausführlichere Beitrag vom 9.Mai 2017.

Manfred Drobny
Foto: M.Drobny
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Brunhild Schmalfuß aus Halle (Saale) | 24.05.2017 | 16:53   Melden
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