Alpenverein Halle - Teilnehmer an der 1. Friedensgedenkfeier am Eiskofel

Das Ehrenmitglied des Alpenvereins Halle Manfred Haringer aus Schlanders, Südtirol, bei der Verlesung der Festschrift (Foto: Ulrich Neumann (Alpenverein Halle))

Einladung aus Südtirol

Die Sektion Martell des AVS (Alpenverein Südtirol) und die Sektion Valfurva des CAI (Alpenverein Italien) hatten uns, die Sektion Halle (Saale) des Deutschen Alpenvereins eingeladen, an der 1. Friedensgedenkfeier der 3 Kanonen (Ortler Kriegsfront im 1. WK) auf dem Eiskofel (3.275m) in den Ortleralpen, am 30. Juli teilzunehmen.

Mahnmal für den Frieden

Beide Sektionen haben die Gelegenheit genutzt und nicht einfach den Standplatz der Kriegsrelikte im verschwindenden Permafrostboden stabilisiert, sondern dies bereits 2016 mit der Einrichtung als Friedengedenkstätte verbunden. In diesem Jahr fand nun die feierliche Einweihung des "Mahnmals für den Frieden", bestehend aus den 3 Kanonen, Informationstafeln und einem an die Leiden der Soldaten, auch deutscher, erinnerndem Kreuz, statt. Eine Einweihungsfeier, zu der bewusst die damaligen Kriegsgegner in Gestalt der südtiroler und der italienischen Sektionen des Alpenvereins zusammen wirkten.

Aufgrund des Anliegens

der Veranstaltung hat eine offizielle Delegation unserer Sektion bestehend aus dem Vorsitzenden des Ehrenrats, Ulrich Neumann, und dem 1. Vorsitzenden, Uwe Cramer, die Einladung sehr gerne angenommen. Wir haben dort in einem Grußwort zum Ausdruck gebracht, dass sich unsere Sektion durch die offizielle Einladung nicht nur geehrt, sondern dass wir uns auch zur Teilnahme verpflichtet fühlen.


Denn wir wissen, dass im Dolomitenkrieg

auch deutsche Einheiten kämpften, Leid verursachten und Leid erlitten. Das verpflichtet uns auch heute noch, nach 100 Jahren, in besonderem Maße, das friedenserhaltende und völkerverbindende Anliegen der Feier und des „Mahnmals für den Frieden Drei Kanonen“ zu unterstützen. Und dies nicht nur moralisch durch unsere Anwesenheit und das Grußwort, sondern auch finanziell, denn die Erhaltung des Mahnmals erfordert da auch künftig so manchen Beitrag.

Der Feier ging der Aufstieg der 273 Teilnehmer,

teils von der Casatihütte, teils von der Marteller Hütte, über die sehr spaltenreichen Gletscher des Zufallferners voraus, mit entsprechender Anstrengung jedes Aufsteigenden für die fast 600 hm, aber sicher geführt in etwa 10 Seilschaften. Nach fast 4 Stunden waren die letzten oben. So wurde jedem bewusst, dass das Grundanliegen der Veranstaltung und des Mahnmals, den Frieden zu erhalten und zu sichern, keine leichte Aufgabe ist und steter Anstrengung bedarf.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 10.08.2017
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