Bergbau in Nietleben

Prof.Oelke beim Vortrag in Nietleben
Halle (Saale): Heidecafe | Die Erforschung der Geschichte des Bergbaus in und um Nietleben stellt einen Schwerpunkt bei den Arbeitstreffen des Nietlebener Heimatvereins e.V. dar. Am vergangenen Mittwoch lud der Verein zu einem Vortrag über die Anfänge des Bergbaus ein. Der Bergbauexperte Prof. Dr. Eckhardt Oelke vermittelte den etwa 30 Zuhörern einen interessanten Einblick in die industrielle Vergangenheit von Nietleben bis zum Jahre 1855.

Nachdem es bereits zwischen 1734 und 1737 Untersuchungsarbeiten zu möglichen Kohlevorkommen bei Granau gegeben hatte, wurde im Jahre 1750 Braunkohle in Nietleben und Granau erwähnt. Aber erst nach der Entdeckung eines Vorkommens 1825 im Dorf Nietleben, beschloss die Gemeindeversammlung, den Abbau vorzunehmen. Das Oberbergamt Halle bestätigte am 6.Mai 1826 die Gründung der Grube „Neuglück“. Zwei weitere Gruben - „Wilhelm“ und „Charlotte“ entstanden in den folgenden Jahren. Die Förderung von Braunkohle stieg rasant an – und mit ihr der Ausbau der Gruben und damit verbundener technischer Anlagen. Im Jahre 1839 schlossen sich die drei Gruben zum „Neuglücker Verein“ zusammen. Schließlich fusionierte man mit dem „Alwiner Verein“ bei Bruckdorf im Jahre 1855 zum „Bruckdorf-Nietlebener-Bergbauverein“.

Eine Fortsetzung des Vortrages ist geplant, um die Bergbaugeschichte Nietlebens, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind, tiefgründig darzustellen.


Manfred Drobny
Foto: M. Drobny
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