Bürgerschaftliches Engagement ist für alle da – Dialogforum in Magdeburg

im Gespraech
Menschen mit Behinderung wollen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht auf die Rolle eines Hilfeempfängers reduziert werden. Das machte das diesjährige Dialogforum „Bürgerschaftliches Engagement“ in Magdeburg deutlich.

Am 11. Juni diskutierten Menschen mit und ohne Behinderung zum Thema bürgerschaftliches Engagement. Mittels Ideenmesse und in Vorträgen meldeten Menschen mit Behinderung selbstbewusst und kreativ ihren Anspruch an, auch beim bürgerschaftlichen Engagement dabei sein zu wollen. „Sichtbare und unsichtbare Barrieren spielen auch im Ehrenamt eine Rolle. Wenn sich Menschen mit Behinderungen engagieren möchten, müssen Vorurteile abgebaut werden“, hieß es.

Sozialminister Norbert Bischoff, der die Teilnehmenden zum Dialogforum begrüßte, betonte: „Nicht nur Gebäude und Bürgersteige müssen barrierefrei zugänglich sein. Auch das Engagement muss für jedermann zugänglich sein.“ Der Minister appellierte, mehr Menschen mit Behinderung beim Ehrenamt einzubeziehen. Er sagte: „Das Ehrenamt gewinnt, wird bunter, je mehr verschiedene Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten und Interessen mitmischen.“

Der Hauptvortrag auf dem Forum war von Raul Krauthausen gehalten worden. Der 34-jährige kleinwüchsige Mann sitzt wegen einer Glasknochenkrankheit im Rollstuhl. Mit seinem Vortrag wollte er nach eigenem Bekunden Menschen mit Behinderung Mut machen, sich selbstbewusst einzubringen. Der studierte Kommunikationswissenschaftler hatte auch mit Witz und Selbstironie seinen Alltag sowie seine Vision von einem unverkrampften Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen beschrieben.

Das Dialogforum Bürgerschaftliches Engagement ist eine Veranstaltung des Sozialministeriums Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Behindertenbeirat des Landes Sachsen-Anhalt, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) in Sachsen-Anhalt e.V. und dem Kompetenzzentrum für Barrierefreiheit in Sachsen-Anhalt.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales - Pressemitteilung Nr.: 020/2014
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.