Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. lud zum Neujahrsempfang

Neujahresempfang des Bundes der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. Zahlreiche Mitglieder und auch einige Politiker waren der Einladung nach Dresden gefolgt.
Ehemals politisch Verfolgte der DDR trafen sich am Freitag in Dresden zum Neujahrsempfang 2013. Dazu eingeladen hatte der Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. Trotz des schlechten Wetters waren etwa 60 Mitglieder erschienen, manche mit ihren Angehörigen. Auch einige Politiker aus dem Freistaat waren gekommen. Der Verein hatte einen Raum in einem Hotel in Loschwitz angemietet. Möglich wurde die Veranstaltung durch die zweckgebundene Spende eines sächsischen Unternehmers, der nicht genannt werden möchte. "Wir freuen uns, dass wir auch mehr als zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Unterstützung erfahren und nicht vergessen sind", sagte Volkhard Fuchs vom Landesvorstand des Vereins. Er verwies darauf, dass viele Mitglieder bereits ein fortgeschrittenes Alter hätten und deshalb besonderer Hilfe bedürften. Der Verein wolle im bevorstehenden Jahr sein Augenmerk besonders darauf legen, dass die sozialen Probleme der ehemals stalinistisch Verfolgten abgemildert werden. Nicht wenige von ihnen hätten noch immer nicht ihre vollständige Rehabilitierung durchsetzen können. Grund dafür sei, dass keine Beweislastumkehr im Gesetz verankert sei. Außerdem müsse die SED-Opferrente durch einen Inflationsausgleich aufgestockt werden, fordert der Verein. Seit 2007 verharre der Betrag bei 250 Euro monatlich. Mehrere Vereinsmitglieder meldeten sich zu Wort und erklärten den anwesenden Politikern, dass ihre ohnehin magere Opferrente aufgrund der Inflation in den letzten sechs Jahren inzwischen nur noch etwa 225 Euro wert sei. Es wurde dem Verein eine Prüfung dieser Probleme zugesagt. Bei einem gespendeten Imbiss stießen die Anwesenden mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an. Die Mitglieder wollen an die erfolgreiche Podiumsdiskussion vom Herbst vergangenen Jahres anknüpfen, denn dadurch sei so manch individuelle Frage beantwortet und so manches Problem der Lösung ein Stück näher gekommen. Es tue gut, wenn sich die ehemals stalinistisch Verfolgten austauschen können und von kundiger Seite ihre Fragen beantwortet werden, hieß es. Außerdem, so sagen sie, sei der Verein für viele ein Stück Heimat geworden, und man sei dankbar, dass ihn der Freistaat Sachsen unterstützt. Die Regierungsparteien hätten sich als verlässliche Ansprechpartner erwiesen.
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