Erinnerung an Klaus Poche

Dieter Schermaul vom Nietlebener Heimatverein e.V. bei der Buchlesung
Halle (Saale): Heidecafe | Die Nietlebener Heimatverein hatte in Erinnerung an den Schriftsteller Klaus Poche am vergangenen Dienstag zu einer Buchlesung eingeladen. Etwa 40 Personen waren in das Heidecafe in Nietleben gekommen, um den Ausführungen von Vereinsmitglied Dieter Schermaul zu folgen. Nach einer kurzen biografischen Einführung stellte Schermaul den ersten Roman von Klaus Poche „Der Zug hält nicht im Wartesaal“ (1965) vor. In ihm schildert der Autor die Kriegserlebnisse des jungen Lappiner. Schonungslos beschreibt er dabei auch die Gräuel an der Zivilbevölkerung. Lappiner stellt sich die Fragen nach der Schuld der Kriegsparteien und der eigenen Mitschuld an den Geschehnissen. Aus der Gefangenschaft entlassen, muss er im Nachkriegsdeutschland erleben, wie lückenhaft die Aufarbeitung dieser Ereignisse erfolgte.

Ein fast vergessener Roman, der aber von seiner Aktualität bis zum heutigen Tage nichts eingebüßt hat.


Manfred Drobny
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