Haben die Kleingärten in Halle eine Zukunft? Teil 1 - Einleitung:

Die Kleingärten in Halle

Die Frage, ob die Kleingärten in Halle eine Zukunft haben, ist doch nicht so leicht zu beantworten, wie es auf den ersten Blick schien.

Teilweise scheitert es schon an der Definition. Die einen meinen Kleingärten, sprechen aber von Kleingartenanlagen. Wird die Kleingartenanlage gemeint, spricht der andere vom einzelnen Kleingarten oder der Parzelle.
Aber losgelöst vom Kleingartenverein sind beide nicht. Es gilt also Pachtrecht nach BGB, präzisiert durch das Bundeskleingartengesetz und Vereinsrecht.
Nicht zuletzt gelten aber die Gesetze der Natur mit Wachsen und Vergehen der Pflanzen sowie der Ernte, der im Recht wie in der Natur sogenannten Fruchtziehung.

Exkurs: Es war einmal, dass der Kleingarten der Eigenversorgung mit frischem, selbstgezogenen Obst und Gemüse diente. Auch „Armengarten“ genannt. Die Pacht war subventioniert. Mit der Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse kam nach und nach die Nutzung der Kleingärten auch zur Erholung dazu. Das wollten die Verpächter, in der Regel die Kommunen, nicht subventionieren. Sie regten eine Überprüfung an. Der Schuss ging nach hinten los und mündete in der Verabschiedung eines „Bundeskleingartengesetzes“. Dieses bejahte die Verbindung kleingärtnerische Nutzung und Erholung. Die allseits bekannte „Drittelregelung“. Seither dürfte wohl kein Bundesgesetz so deformiert worden sein wie das Bundeskleingartengesetz. Aber Halle setzt noch einen drauf.
Später weiter mit Teil 2.
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 02.07.2015
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.