Haben die Kleingärten in Halle eine Zukunft? Teil 3 – Die Kleingärten nicht, aber die Kleingartenanlagen

Bis hierher und nicht weiter

Kleingarten oder Erholungsgartenkleingartenanlage

In Teil 1 erwähnte ich die Herkunft der Kleingärten als sogenannter „Armengarten“ und die Verwechslung von Kleingarten und Kleingartenanlage.
Heute hat sich der Kleingarten in den Augen der Stadt gewandelt. Die Stadt Halle hat die Kleingärten und damit die Kleingärtner mit der Kleingartenkonzeption und der Förderrichtlinie zur „Stabilisierung und Förderung des Kleingartenwesens in der Stadt Halle (Saale)“ qualifiziert.

Ihre Kleingartenanlagen sollen für die Erholungseignung der Öffentlichkeit „fit“ gemacht werden.

Zitat: Herr Pohl (Stadt Halle) sagte, ““… In der Richtlinie wurde darauf hingewiesen, dass der Nutzen für die Öffentlichkeit Ziel der Förderung ist.““ Bleibt nur zu hoffen, dass er die Kleingartenanlage gemeint hat, und nicht den einzelnen Kleingarten. Womit wieder die Verwechslung von Kleingartenanlage und Kleingarten (siehe Teil 1) ins Spiel kommt. Die Kleingartenkonzeption sollte eigentlich „Kleingartenanlagenkonzeption“ heißen. Denn es wird nicht ein einziger Kleingarten und nicht ein einziger Kleingärtner gefördert. Außer der Rückbau einzelner Kleingärten mit 50 Prozent. Und den Nutzen für die Öffentlichkeit sollen die Kleingärtner mit 10 Prozent bezuschussen. Das stabilisiert das Kleingartenwesen. Die Förderung beträgt 10000 Euro jährlich. Für 130 Vereine. Für 12000 Kleingärtner. Macht für jeden Kleingärtner einen Kaffee, wenn er ihn zu Hause trinkt. Leipzig gibt wenigstens ein Glas Sekt aus. Und in Altenburg fließen die gesamten Pachteinnahmen an die Vereine zurück. Auf beide Städte hat sich die Stadt Halle ja so gern berufen.
Weiter mit Teil 4
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