Halle eine Stadt mit maritimer Vergangenheit

MS Halle TypIV in Kuba (Foto: R. Morgenstern)
 
Die Halle wird bin Tanamo Kuba beladen (Foto: R. Morgenstern)

Auszug aus dem Vereinsleben des Marinevereins Halle/Saale

Es war einmal...so könnte diese Geschichte beginnen, wenn sie wie im Märchen ein gutes Ende gefunden hätte.

Die Vorgeschichte begann 2001, als im Marineverein Halle die Idee geboren wurde, eine Ausstellung zum Thema Halle maritim zu organisieren. Speziell ging es um die Schiffe und Boote, die einst auf den Namen Halle getauft waren und somit die Stadt als Patin hatten.
Der damalige Leiter des Stadtmuseums fand die Idee gut und das Museum wurde Partner.
Die Vereinsmitglieder übernahmen die Recherche und das Mueseum die konzeptionelle Umsetzung, Transport und Versicherung eventueller Ausstellungsstücke.
Transport und Versicherung hätten unsere finanziellen Möglichkeiten bei weitem gesprengt.

Die Recherche begann und gestaltete sich wie erwartet sehr zeitaufwendig. Es gab in der Vergangenheit mehrere Schiffe und Boote mit dem Namen Halle. So z.B. das U-Boot 403 im 2. Weltkrieg, Trawler der DDR Hochseefischerei, Frachter der DSR und Schiffe der Volksmarine.
Die Vereinsmitglieder teilten sich in die Recherche.
Meine Aufgabe bestand darin, alles zu den beiden Frachtern und den Schiffen der Volksmarine mit dem Namen Halle zu recherchieren.
Da gab es die Frachter MS Halle Typ IV, und ein Semicontainerschiff Typ Meridian II der Seereederei sowie ein Minenleg und Räumschiff (MLR) Typ Krake und ein Küstenschutzschiff (KSS) der Volksmarine der DDR.
Die Schiffe, die einst unter dem Namen Halle fuhren, existieren nicht mehr. Die Typ IV und die MLR Schiffe sind inzwischen eine Legende.
So habe ich viele E-Mails und Briefe verschickt. Es wurden unzählige Telefonate geführt.
Vorweg gab es einen Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung, der überraschenderweise einiges auslöste. So hat sich das Ehepaar B. gemeldet. Sie sind als Ehepaar und als erste Stewards gemeinsam zur ersten Reise der Halle Typ IV im Jahr 1959 aufgestiegen. Ein anders Ehepaar hat sich über die Patenschaft MLR und VEB Pumpenwerke kennengelernt.
Eine Neustädterin schickte ein Gruppenfoto. Auf diesem Foto ist sie selbst und eine Abordnung der Besatzung des MLR Schiffes anlässlich Halles 1000-Jahrfeier 1963 abgelichtet.
Eigene Recherchen brachten Kontakte zu den ersten Kapitänen Seidler und Fischer sowie weiteren Besatzungsmitgliedern der beiden Frachter.
So hat ein mir ein ehmaliger Seemann uralte Dias von der "Halle Typ IV " in Kuba überlassen. (s.Fotos)
Die Peenewerft erklärte sich bereit, ein Modell des MLR-Schiffes Halle samt Vitrine zur Verfügung zu stellen.
Die städtischen Museen Rostock fanden unser Vorhaben ebenfalls interessant und haben uns einen Kooperationsvertrag angeboten.
Es war eine sehr interessante aber auch sehr aufwendige Geschichte, die sich bis Ende 2003 hinzog.

Das unrühmliche Ende kam völlig unerwartet. Ende 2003 stand der Termin der Ausstellungseröffnung noch fest. Es sollte der 25.04.2004 17:00 Uhr sein. Dieser Termin wurde seitens des Museums gewählt, da die Ausstellung unter dem Motto "Halle Maritim" bis zur Durchführung der Museumsnacht bestehen bleiben sollte.
Im Januar oder Februar 2004 wurde dem Verein mündlich mitgeteilt, dass die Ausstellung nicht realisiert wird.
Zuvor hatte es einen personellen Wechsel inder Leitung des Museums gegeben.
Einen wirklicher Grund für das Aus wurde uns nicht mitgeteilt.
Leider hatten wir es versäumt, mit dem Museum einen Vertrag zu schließen.
Wir haben einfach im guten Glauben losgelegt und auf die Zusagen des damaligen Museumsleiters vertraut.
Als einige Jahre später eine Kuratorin ihre Arbeit aufgenommen hatte, habe ich mit einer Mail auf dieses ehemalige Projekt aufmersam gemacht.
Mehr als ein Dankeschön ist dabei leider nicht herausbekommen.

Wenn auch aus der Ausstellung nichts geworden ist, so ist es dem Marineverein zu verdanken, dass sich jährlich ehemaligen Seeleute der" Deutschen Seereederei Rostock" in Halle/S. treffen.
Seit mehr als 10 Jahren finden diese Treffen im Ruderhaus Böllberg statt.
Am 21. März 2015 10:00 Uhr ist es dann wieder soweit.
Die "Volksmariner" dagegen treffen sich jährlich in Hettstedt.
Dieses zwanglose Treffen, in Form eines Frühschoppens, wird von den Kameraden des Marinevereins Hettstedt organisert.
Mit dabei sind immer "Die blauen Jungs vom Wipperstrand" vom Chor der Walzwerker e.V., deren Shantys immer wieder gerne gehört werden. So auch wieder am 07.März 2015
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