Hochrangiger Besuch in der Geschäftsstelle des "Stadtverband der Gartenfreunde Halle/Saale" e.V.

Am 2. November diesen Jahres gab es in der Geschäftsstelle beim Stadtverband der Gartenfreunde Halle / Saale e. V. ein Treffen mit dem Bundestagsabgeordneten der SPD Herrn Dr. Karamba Diaby. Der Verbandsvorsitzende Jürgen Maßalsky unterrichtete die Anwesenden, darunter Herr Golnik von der Stadt Halle, über den Werdegang des Kleingartenwesens der Stadt Halle und den derzeitigen Leerstand von Parzellen. Anhand der vorgelegten Unterlagen konnte er für die beiden letzten Jahre eine positive Bilanz zur Entwicklung der Vereine ziehen - der Leerstand hat sich leicht verringert. Er liegt nach derzeitigen Angaben bei etwa sieben Prozent. So gibt es in Zentrumsnähe wieder Vereine mit Wartelisten. Problematischer sieht es in einigen Vereinen in Stadtrandnähe aus, die einen überdurchschnittlichen Leerstand haben, obwohl sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind.
Diese positive Entwicklung sieht Verbandsfreund Maßalsky u. a. darin begründet, dass man auf der eigenen Parzelle Bio- Gemüse und Bio- Obst selbst anbauen und ernten kann. Weiterhin sind in den letzten Jahren die Preise für Urlaubsangebote gestiegen, so dass vor allem Familien mit Kindern ihren Urlaub und ihre freie Zeit in "Gartenien" verbringen. Dass wieder mehr Kinder in die Vereine kommen, freut vor allem die Vorstände und auch die Mitglieder. Damit wird auch bei den Kindern die Liebe zur Beschäftigung im Garten geweckt.
Dr. Diaby interessierte sich besonders für die Frage der Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund. Es gibt in verschiedenen Anlagen des Stadtverbandes Kleingärtner mit ausländischen Wurzeln. Schwierig ist jedoch oftmals ihre Einbeziehung in die Gemeinschaft auf Grund sprachlicher Probleme. Wünschenswert wäre zu Höhepunkten des Vereinslebens (Kinder- und Gartenfeste), wenn Migranten z. B. ihre Gartennachbarn mit Speisen aus ihrer Heimat vertraut machen - auch ein Beitrag zur besseren Integration. Er empfahl, das Landesnetzwerk für Migration in die Belange des Kleingartenwesens mit einzubeziehen.

Ein weiteres Problem sieht der Verbandsvorsitzende darin, dass in Sachsen-Anhalt das Lehrfach "Schulgarten" aus dem Lehrplan gestrichen wurde. Versuche, über das Landesschulamt Verbindungen mit Schulen, Horten und anderen Kindereinrichtungen zu knüpfen, sind fehlgeschlagen. Dr. Diaby empfahl, das Gespräch mit dem aus Halle stammenden Bildungsminister Sachsen-Anhalts, Herrn Tullner, zu suchen und zu führen.
Ein weiterer Beratungspunkt war das Problem der Aufwands-/ Ehrenamtspauschale in Verbindung mit dem Mindestlohngesetz.
Viel Interesse bekundete Dr. Diaby für den Kleingartentag 2017, welcher am 16. September 2017 auf den halleschen Markt durchgeführt wird. Zu dieser Veranstaltung wollen die halleschen Kleingärtner Vertreter aus den Partnerstädten einladen. Viele Vereine werden sich dabei präsentieren und die Früchte ihrer Freizeitbeschäftigung vorstellen. Mit dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit wollen wir weitere Mitmenschen für einen Kleingarten begeistern.

Kleingartenarbeit ist eine Synthese von Bewegung an der frischen Luft und Erholung zugleich - meist fällt dabei auch noch etwas für die Ernährung ab.
Der Stadtverband freut sich über jeden Sponsor, der mithilft, die Kosten für diese Veranstaltung zu minimieren.
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Volker Schlösser aus Halle (Saale) | 10.11.2016 | 11:52   Melden
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