Knoblauchsmittwoch: Es liegt was in der Luft...

Die Herren der Knoblauchsmittwochsgesellschaft beim Knoblauchsmahl.
Halle (Saale): Würfelwiese |

...ein ganz besonderer Duft - wenn man in diesem Zusammenhang noch von Duft sprechen kann. Der beissende Geruch eines beliebten Lauchgewächses zog gestern in Schwaden über die Würfelwiese.

Es macht schon etwas her, wenn Stefan Schulz und seine sonore Herrenriege in Frack und Zylinder das alljährliche Fest zu Ehren des Knoblauchs eröffnen. Der Verein, der sich mit Namen "Knoblauchsmittwochsgesellschaft zu Halle an der Saale" nennt, hat seit 2002 eine alte Tradition wieder aufleben lassen.

Der eigentliche Ursprung beruht auf der Zeit, da sich König Heinrich IV. im Jahr 1085 gegen die Sachsen wandte, da er sie wegen deren alter freier Rechtsprechung demütigen wollte. Die Sachsen stellten daraufhin ihrerseits den König Hermann von Salm aus dem Raum Eisleben auf. Da in dieser Gegend viel Knoblauch wuchs, erhielt der Gegenkönig von seinen Feinden den Namen „Knoblauchkönig“. Er wurde am Mittwoch nach Pfingsten, im Jahr 1088, erschlagen. Seitdem wird dieser Tag im Volksmund „Knoblauchsmittwoch“ genannt.

Die Feierlichkeiten in Halle beruhen darauf , dass die Kalandbrüderschaft nach ausgiebigem Essen zu Pfingsten einen der Gesunderhaltung dienenden Tag mit einem Knoblauchsmahl einführt. Sozusagen zur Reinigung des Körpers und wer eine solche Mahlzeit probiert hat, weiss was gemeint ist.

Nachdem das Fest 1870 verboten wurde, erfreut es sich nun wieder Jahr für Jahr grösserer Beliebtheit.
Stargast des diesjährigen Volksfestes auf der Würfelwiese war Shrek III., stilecht auf Knoblauchknollen gebettet. Wenn der sich mal nicht nach seinem gewohnten Rosenduft gesehnt hat!
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