Öffentliche Nutzung von Kleingartenanlagen

Blume

Der Gordische Knoten oder Für wen macht eine Kleingartenanlage Sinn?

Kann man die Nutzung von Kleingartenanlagen mit der Nutzung einer Straßenbahn vergleichen?

Die Stadt Halle will die Kleingartenanlagen, die aus Kleingärten bestehen, als öffentliche Erholungsräume für die Gesamtbevölkerung nutzen oder genutzt sehen.
Gleichzeitig favorisiert sie den Rückbau von Kleingärten und ganzer Kleingartenanlagen.
Man könnte annehmen, die Stadt will aus der Gesamtbevölkerung Kleingärtner machen. Denn nur für die Kleingärtner macht eine Kleingartenanlage Sinn. Soweit ist der Ansatz ja löblich, aber nicht umsetzbar. So viele Kleingärten gibt es gar nicht.
Durch den von der Stadt favorisierten Rückbau von Kleingärten und ganzer Kleingartenanlagen beschneidet die Stadt Halle aber die Erholungsmöglichkeiten für die Gesamtbevölkerung, als welche sie die Kleingartenanlagen ja betrachtet.
Das ist nicht hinzunehmen. Da Kleingärten per se schon von einem Teil der Gesamtbevölkerung zur Erholung (und mehr) genutzt werden, sollte hier bald ein Gedränge wie auf dem Rummelplatz herrschen.
Konflikte in der Gesamtbevölkerung werden nicht ausbleiben, da ein Teil der Gesamtbevölkerung für die Nutzung der Kleingartenanlagen Pacht bezahlt, der Großteil aber nicht.
Verglichen mit einer Straßenbahn würde man sagen, ein Großteil der Nutzer aus der Gesamtbevölkerung sind „Schwarzfahrer“. Weil man aber nicht unbedingt bezahlen muss, um eine Leistung in Anspruch zu nehmen, (weil die Stadt das fördert) wird der Knatsch weitergehen.
Aus dem Entwurf des ISEK 2025 der Stadt Halle (ab Seite 131)
„Die funktional für das städtische Grünsystem bedeutsamen Kleingartenanlagen soweit möglich erhalten und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Ihre öffentliche Erholungsfunktion als nutzbarer Freiraum für die Gesamtbevölkerung stärken.“
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