Rußlanddeutsche für Demokratie

Am 16.11.2013 hat Dr. Christoph Bergner die Patenschafts-Urkunde für das Projekt „Deutsche aus Russland für Demokratie“ unterschrieben. (Foto: Foto: Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland)
Halle (Saale): Landesverbandes der Russlanddeutschen in Sachsen-Anhalt | Am 15.-17. November 2013 haben sich über 20 aktive Verbandsmitglieder der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. in Halle/Saale getroffen, um sich über die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „Deutsche aus Russland für Demokratie“ auszutauschen.

Es wurde intensiv über die Beteiligung der Deutschen aus Russland und über die Rolle ihrer Vereine bei der Mitgestaltung von gesellschaftlichen Prozessen vor Ort diskutiert.

Nach der Führung durch die Gedenkstätte an die Opfer des Totalitarismus „Roter Ochse“ fand die Präsentation der Projektziele und Inhalte statt.

Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprach Dr. Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Die politische Bildung soll bei Deutschen aus Russland aufgrund ihrer Geschichte und Mentalität spezifische Ansatzpunkte haben. Um der Passivität und Enttäuschung ihrer Landsleute entgegenzuwirken und sie zum Einmischen zu motivieren, müssen die Deutschen aus Russland „das Thema selbst in die Hand nehmen“. Rückgrat der Demokratie, so Bergner, sind Vereine und Verbände.

Er begrüße die Tatsache, dass gerade die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. als der größte Dachverband der Spätaussiedler und ihre größte Vertretung in den neuen Bundesländern sich vor die Herausforderungen der Projektarbeit im Bereich der politischen Bildung gestellt habe. Das Projekt soll helfen, die landsmannschaftliche Gesinnung der Deutschen aus Russland ebenso wie ihr Bekenntnis zur Demokratie und zum Grundgesetz zu stärken.

In Anwesenheit vom Aussiedlerbeauftragten haben 15 Teilnehmer eine Mitwirkungsvereinbarung unterschrieben und somit sich bereit erklärt, an der Ausbildung zur Demokratieberaterin bzw. zum Demokratieberater teilzunehmen und anschließend ehrenamtlich in den regionalen Verbandsstrukturen tätig zu werden.

Quelle: Pressemeldung der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
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