Was hat die Kleingartenkonzeption Halle dem Kleingartenwesen gebracht?

Ohne Futter kein Vogel. Ohne Kleingarten keine Erholung.

Kleingartenkonzeption Halle - Was bisher geschah:

Die Kleingartenkonzeption Halle 10/2012 in den Medien, im Stadtrat, vertagt, 12/2012 den Vereinen vorgestellt, 02/2013 Anhörung der Kleingartenvereine, 04/2013 Beschluss im Stadtrat. 03/2015 Beschluss der Förderrichtlinie zur Stabilisierung des Kleingartenwesens.
07/2015 wurde den Kleingärtnern die "Schuld" für den Leerstand von Kleingärten zugeschoben. Nicht mehr die Demografie ist schuld am Leerstand von Kleingärten, sondern die fehlende Bereitschaft der Kleingartenvereine zur Öffnung der Kleingartenanlagen zu Erholungszwecken, was aber nicht Zweck der Kleingartenanlagen ist. (Nicht das Öffentliche, sondern das Geheimnisvolle machen den Reiz aus.)

Die Kleingärtner sollen offenbar nicht betroffen sein von den geänderten Rahmenbedingungen. Während tausende neue Einfamilienhäuser mit Garten entstanden, tausende Plattenbauten ohne Garten zur Marktbereinigung abgerissen wurden, sollen jetzt die Kleingärtner daran Schuld tragen, dass keine neuen Kleingärtner mehr da sind.

Die Kleingärtner hätten wohl schlicht verschlafen, sich zu reproduzieren. (Macht sich auch schlecht, wenn Übernachten im Kleingarten verboten ist.)

Die Diskussionen der letzten Zeit haben gezeigt, dass viele Menschen einen Kleingarten nehmen würden.

Aber die Grundlagen, die einen Kleingarten erst ermöglichen, wollen diese Zeitgenossen nicht akzeptieren.


Kleingärten sind aber nun mal keine reinen Erholungsgärten. Sondern in ihnen steckt immer noch ein großer Teil ihres Ursprunges als "Armengarten". Man muss sich auch mal die Hände schmutzig machen. Also Spaten, Hacke und Harke in die Hand nehmen.

Die Kleingartenkonzeption der Stadt Halle und die Förderrichtlinie dazu setzen leider den falschen Anreiz. Hier wird nur auf die Erholung abgestellt. (Aber nicht auf die der Kleingärtner)

Aber auch die Beteiligung einiger Kleingartenvereine und vor allem der Kleingärtnerverbände an den Aktionen des "Urbanen Gärtnerns" im weitesten Sinn tragen nicht gerade zur Unterstützung des Kleingartenwesens bei. Hier wird das Kleingartenwesen nach und nach ausgebremst. Es findet nicht mehr in Kleingärten statt, sondern auf Hinterhöfen oder am Straßenrand.
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