~ Bruno und Konrad, zwei "Rasenmäher" am Saaleradweg ~

Ein Kumpel ( oder Kumpeline??? ) von Bruno und Konrad
  Während sich die zahlreichen Besucher beim Laternenfest in Halle gegenseitig "auf die Füße traten" und die Sonne ihnen tüchtig einheizte, führte mich mein Weg ins beschauliche Dorf Trebitz.

Der kleine Ort liegt Inmitten eines malerischen Landschaftsschutzgebietes der Saaleaue. Während Trebitz von Halle kommend über Lettin und Salzmünde auf der Landstraße gut erreichen läßt, kann man sich auf der anderen Saaleseite in Wettin mit der Fähre übersetzen lassen. Diese beiden Orte gehören auch zur vorletzten Etappe des Saaleradweges, der hier durch idyllische Auenwälder führt.

Felder, auf denen der Mais mannshoch gewachsen ist und Auenwiesen, hinter denen ab und an eine Kirchturmspitze hervor lugt, säumen die Landstraßen entlang der Saale. Fährt man die Serpentinen von Fienstedt hinunter, grüßt das Wettiner Schloss von der anderen Seite des Flusses herüber und immer wieder trifft man auf eine bunte Schar von Radsportlern.

Mein Fahrrad musste am heutigen Tag zu Hause bleiben. Aber den Blick auf die wunderschöne und naturbelassene Landschaft, konnte ich auch am Steuer meines Pkws genießen. Doch kurz vor meinem Ziel hatte ich nur noch Augen für die umliegenden Streuobstwiesen, auf denen die Hochlandrinder vom Gut Trebitz grasen. Dort gibt es neben einer Pension auch ein Hofcafé, in dem Hausmannskost und selbst gebackener Kuchen angeboten werden. Die Bedienung ist nett und jeder Besucher wird freundlich empfangen. 

Der landwirtschaftliche Betrieb von Gut Trebitz befasst sich mit der Zucht von schottischen Hochlandrindern die neben der Landstraße, an der Saale und in den Hängen der hügeligen Landschaft grasen. Familie Otto besitzt insgesamt 24 dieser Tiere. Zweimal im Jahr wird geschlachtet… Aber ganz liebe Tiere können es bei Familie Otto auch auf ein stolzes Alter bringen... Was mich närrischen Tierliebhaber zwar tröstete, aber nicht beruhigte... Einer Kuh war es vergönnt, im Alter von 19 Jahren das zeitliche zu segnen :-)

Ich durfte zwei kleine Bullen besuchen, die im Garten Gras "mähten" und als Zuchtbullen frisches Blut in die Herde bringen sollen. Die beiden heißen Bruno und Conrad, sind sehr zutraulich und ließen sich von mir kraulen. Das schottische Hochlandrind ist nämlich gutmütig, robust und langlebig. Trotzdem bin ich den beiden einjährigen Bullen vorsichtig und respektvoll gegenüber getreten.
Aber ich musste mich nicht ängstigen, denn mich begleitete Frau Otto als ihre Vertrauensperson.

Während Bruno etwas scheuer und kleiner ist, kann man bei Conrad eine exklusive Herkunft erahnen. Seine Eltern haben auf Ausstellungen, bei denen Zuchterfolge dieser Tiere regelmäßig vorgeführt werden, schon zahlreiche Preise abgeräumt! Ob er deshalb nach dem Grafen Konrad von Wettin benannt worden ist? Aber wohl eher nicht, denn dieser adlige Konrad schrieb sich mit K...

Ich wünsche den fleißigen Menschen auf Gut Trebitz für die Zukunft viel Erfolg bei Ihrer Arbeit, dem Naherholungssuchenden in Trebitz eine schöne Zeit und den beiden Bullen Bruno und Conrad ein langes Leben :-)                        



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2 Kommentare
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 28.08.2017 | 00:02   Melden
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Monika Habermann aus Halle (Saale) | 28.08.2017 | 06:51   Melden
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