Arbeitslosenverband Sachsen kritisiert Statistik

Der Arbeitslosenverband Sachsen kritisiert die Erwerbslosenstatistik. Prekär Beschäftigte würden herausgerechnet.
Dresden (dpd-sn) - Angesichts neuer Meldungen über rückläufige Erwerbslosenzahlen hat der Arbeitslosenverband Sachsen e.V. davor gewarnt, die sozialen Probleme zu verharmlosen. Vorstand Schneider sagte, die Erwerbslosenstatistik vermittle ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit. So würden prekär Beschäftigte wie Minijobber, Aufstocker und schlecht bezahlte Teilzeitkräfte aus der Statistik herausgerechnet, obwohl inzwischen 40 Prozent aller Jobs auf solche Beschäftigungsverhältnisse entfielen. Nur so sei es zu erklären, dass die veröffentlichten Beschäftigtenzahlen kontinuierlich anstiegen. An gut bezahlten Vollzeitjobs fehle es aber nach wie vor, kritisierte der Arbeitslosenverband Sachsen. Deshalb appellierte Schneider an die Staatsregierung, dafür zu sorgen, dass künftig auch alle Bezieher von Transferleistungen in der Erwerbslosenstatistik erfasst werden. Das Statistische Bundesamt hatte gestern erklärt, dass es immer weniger Arbeitslose in Deutschland gebe. Im ersten Quartal 2015 hätten rund 42,4 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland gehabt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei damit die Zahl der Erwerbstätigen um 275.000 Personen oder auch 0,7 Prozent gewachsen. Im vierten Quartal 2014 sei der Anstieg zum Vorjahr mit plus 0,9 Prozent noch stärker ausgefallen
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Ulrich Wockelmann aus Halle (Saale) | 01.08.2015 | 15:22   Melden
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