Bereichung mit totem Pferd

Jedem Menschen seine Visionen! Auch wenn diese unsinnig sind.
Was ein Herr Marahrens in der MZ vom 01.08.2017 an Gedankengut von sich gibt, ist so
ziemlich weltfremd, dass es schon wieder fast lustig ist.
Weil alle Bürger das Auto verdammen, sieht Herr  Marahrens das menschliche Maß der Fortbewegung zu Fuß, per Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Carsharing.
Die Gegenwart spricht aber eine andere Sprache und in der spielt sich das Leben nun mal ab.
Von einem gut funktionierenden Nahverkehr sind wir sehr weit entfernt. Das Fahrrad, sicher eine gute alternative Fortbewegung, da wo es passt und für den der es fahren kann.
Würde ich als Pendler öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ginge derzeit noch mehr Lebenszeit flöten.
Vielleicht fragt dieser Herr mal die ältere Bevölkerung in den ländlichen Gebieten, wie das so ohne Auto ist, um zum Facharzt oder nur zum einkaufen in die Stadt zu gelangen. In diesen Gebieten ist ÖVP oft genug schlichtweg nicht vorhanden.
Da ist man auf Nachbarn oder Familienmitglieder mit Auto angewiesen.

Die Manager der Autokonzerne gehören vor ein ordentliches Gericht.
Dieses Geschrei nach Fahrverboten sollte endlich aufhören. Es gibt dazu ein Gerichtsurteil und nun müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden,
Wenn der Nahverkehr seine Preise pünktlich im August eines jeden Jahres erhöht, schreien Leute die den Verbrennungsmotor verdammen doch auch nicht auf.
Warum eigentlich nicht?
Weshalb gibt es denn in Stuttgart Dauerstaus?  Warum fahren dort die Leute nicht, Bus, Bahn, Fahrrad oder gehen zu Fuß? Weil sie alle das Auto eigentlich nicht wollen? Oder weil es oft genug keine wirkliche Alternative gibt. Jetzt und hier in der Gegenwart!!

Die Autoindustrie muss gezwungen werden ordentlich nachzubessern und gegebenenfalls zu entschädigen.
Ein Elektroauto ist gegenwärtig für Otto-Normalverbraucher kein alternatives Fortbewegungsmittel.
Sicher wird der Verbrennungsmotor irgendwann keine rolle mehr spielen.
Pferdekutschen wurden ja auch mal abgelöst.

Was ich nicht verstehen kann ist, das man mit dem was man hat nicht punktet.
Nehmen wir als Beispiel die HAVAG. Die Tram wird immer teurer obwohl durch das Stadtbahnbauprogramm mit Schienenersatzverkehr, Änderungen in der Linienführung usw. eher Nachteile für den Fahrgast entstehen.
Wenn Bund und Länder in den ÖVP investieren, muss doch einen Anreiz geben, Busse und Bahn vermehrt zu nutzen.
Diesen Anreiz sehe ich aber derzeit nicht.
 

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