Domgymnasium Naumburg erringt Berufswahl-SIEGEL

Frau Müller (Sparkasse Burgenlandkreis) überreicht dem Schüler Pascal Beck das Schild mit dem SIEGEL
 
Die Schüler Elena Valdés (rechts) und Pascal Beck nehmen Frau Müller von der Sparkasse Burgenlandkreis in die Mitte
Halle (Saale): IHK Halle-Dessau |

Feierliche Vergabe zur Jubiläumsveranstaltung in Halle

Als eines der ersten Gymnasien Sachsen-Anhalts darf sich das Domgymnasium Naumburg seit gestern „SIEGEL-Schule“ nennen. Aus den Händen des Bildungsministers Marco Tullner, MdB Dieter Stiehr (CDU) und Mibrag-Ausbildungsleiter Jürgen Walther nahmen Sie das „Berufswahl-SIEGEL Sachsen-Anhalt. Schule mit vorbildlicher Berufswahlorientierung“ entgegen.

In der Laudatio sagte Jürgen Walther unter anderem:
"Das Domgymnasium Naumburg nutzt alle Möglichkeiten, die der Burgenlandkreis für die Berufs-und Studienorientierung bietet – Industriebetriebe, kleinere Betriebe, Gerichtswesen, Verwaltung, Kunstbranche, Universitäten und andere wissenschaftliche Einrichtungen. Die Verbindung zum Fachunterricht ist exzellent…"
Gymnasien konnten sich im Schuljahr 2016/2017 erstmals bewerben, nachdem das Zertfizierungsverfahren für alle Schulformen außer Grundschulen geöffnet wurde. Das sei auch zeitgemäß, betonte Dr. Sabine Danek von der IHK Halle-Dessau in ihrem Grußwort. Denn in Ihrem Kammerbezirk nähmen 18% Gymnasiast*innen eine duale Ausbildung nach ihrem Abitur auf.

Das Berufswahl-SIEGEL konnte zum gestrigen 10-jährigen Bestehen mehr als 100 Gäste im festlichen Saal der IHK begrüßen.
Eingestimmt von der Schülerband „Lifve“ der Sekundarschule Zörbig wurden insgesamt 14 Schulen aus Sachsen-Anhalt die begehrten Zertifikate feierlich übergeben. Davon konnten sich sieben Schulen erstmals dem standardisierten Verfahren der Zertifizierung erfolgreich stellen. Weitere sieben Schulen verteidigten ihren Titel bereits, manche davon schon zum zweiten Male. Denn das Berufswahl-SIEGEL stellt allerhöchste Ansprüche, so dass sich die Schulen nach der Verleihung nach sechs Jahren dem Verfahren erneut stellen müssen.

Über die gute Beteiligung aus den Bereichen Förderschulen und Gymnasien freut sich Projektleiterin Annette Eschner vom QFC:
"Das zeigt uns, die Öffnung des Zertifizierungsverfahrens Berufswahl-SIEGEL für alle Schulformen war eine richtige Entscheidung. Schließlich erreichen junge Menschen aus allen Schulformen auch die Schwelle zum Berufsleben und haben aus unserer Sicht Anspruch auf eine gute Vorbereitung auf dieses Leben."

In Sachsen-Anhalt sind bislang 47 Schulen Träger des Berufswahl-SIEGEL.
In diesem Schuljahr sind 15 Schulen dem Aufruf zur Bewerbung gefolgt.

Schulen aus dem Burgenlandkreis sind im Landesvergleich unterrepräsentiert. Mit der Sekundarschule Bad Bibra, der Humboldtschule Naumburg und nun dem Domgymnasium gibt es im südlichsten Landkreis lediglich zwei SIEGEL-Schulen, was gemessen an Landkreisgröße und Einwohnerzahl vergleichsweise dürftig ist.

Hintergrund

Das Berufswahl-SIEGEL ist eine Initiative der Wirtschafts- und Sozialpartner des Landes Sachsen-Anhalt. Ministeriell wird es unterstützt vom Bildungsministerium und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration.
Das Zertfizierungsverfahren basiert auf standardisierten Bewertungskriterien und Fragenkatalogen. Es ist zweistufig angelegt. Das heißt, in der ersten Stufe wird nach schriftlicher Bewerbung zweifach ausgewertet und durch unabhängige Jury entschieden. In der zweiten Stufe stellen sich Schulen nach erfolgreicher Bewerbung einem Audit an ihrer Schule. Eine zentrale unabhängige Jury entscheidet über die Zertifizierung.
In den Jurys arbeiten etwa 60 Vertreter*innen von Unternehmen, Kammern, Verbänden und Institutionen ehrenamtlich mit. Regelmäßig werden die Projektaktivitäten durch Sponsoring aus der Wirtschaft unterstützt.
Berufswahlsiegel-sachsen-anhalt.de
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Zeitung | Erschienen am 27.06.2016
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