Streik in den Kindertagesstätten

Hallo Herr Gerken,


unsere Kinder sind das wichtigste für uns. Wir haben uns die Entscheidung, unser Liebstes in behütete Betreuung zu geben, nicht leicht gemacht. Aber wir wollen unseren Kindern auch die Möglichkeit der Entfaltung und Entwicklung unter anderen Gleichaltrigen geben und selbst unseren Berufen nachgehen können.
Wir wissen, ob der Arbeit unserer Erzieher zu schätzen, freuen uns an den gebotenen Erlebnissen und Angeboten. Unterstützen unsere Kindertagesstätten gern bei Veranstaltungen und in Zeiten des Betreuungsnotstandes während einer Grippewelle.
So wollen wir unsere Erzieher auch gern bei der gerechtfertigten Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und der besseren Eingruppierung in den Tarifgruppen unterstützen.

Leider setzen Sie mit dem STreik und der damit resultierenden Schließung unserer KiTa (keine verkürzten Öffnungszeiten, keine Notbetreuung oder Notgruppen für berufstätige Elternteile) unsere Arbeitsplätze aufs Spiel!
Und unsere Kinder sind mittlerweile verwirrt, ob die Erzieher sie überhaupt noch leiden können, warum sie ihre Freunde nicht mehr sehen dürfen, warum wir Eltern so gestresst sind.

Vielleicht sollten wir Ihnen dankbar sein!?!
Denn wenn wir unsere Arbeit verlieren, benötigen wir keine Fremdbetreuung mehr und können uns mit den Freunden der Kinder in der vielen uns dann zur Verfügung stehenden Freizeit treffen.... Okay, wir können uns dann keinen Urlaub mehr leisten, keinen Zoobesuch und auch kein Eis beim Italiener auf dem Markt.
ABER, Sie schaffen wieder freie Arbeitsplätze für kinderlose Berufstätige. Und schieben Eltern in die Armutsgrenze!

Sicherlich plädieren Sie auf das STreikrecht! Und wir kennen auch den Paragraphen 616 BGB. Aber KEIN Arbeitgeber macht auf Dauer den Ausfall einer ARbeitskraft mit. Die ständig angedrohten Schließtage hängen wie ein Damokles-Schwert über unseren besorgeten Eltern-Köpfen, die wir versuchen, unsere Arbeit und die Betreuung unserer Kinder unter einen Hut zu bringen.

Nach der Reaktion der Gewerkschaft am 27.05.2015 auf dem Marktplatz von Halle gegenüber einiger Eltern, die die Erzieher und Sie gern bei Ihren Aktivitäten unterstützt hätten, ist unser Verständnis Ihnen gegenüber leider stark ins negative gerutscht.


Auf eine Stellungnahme ihrerseits wartend verbleiben wir mit freundlichen Grüßen


Madlen mit Kindern und anderen Eltern!
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