‚Der Tag war kein Tag, das Leben war kein Leben‘ - Zeitzeugengespräch

Am 02.06.2015 lud die Landeszentrale für politische Bildung in die Evangelische Grundschule nach Magdeburg ein. Frau Zipora Feiblowitsch aus Israel war in Deutschland und erzählte im Rahmen eines Zeitzeugengespräches von ihrem Leben. Begleitet wurde Frau Feiblowitsch von ihrer Tochter Malka Melamed. Seit 3 Jahren kommen sie nach Sachsen-Anhalt und sprechen mit Schülern, Lehrern, Politikern und Interessierten über ihre Geschichte und Erfahrungen.

Frau Feiblowitsch wurde 1927 in einer Kleinstadt in Siebenbürgen geboren. Als Jugendliche erlebte sie die Deportation nach Auschwitz, wo sie unvorstellbare Grausamkeiten und Verbrechen erlebte. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit Gewalt und Tod und von ihren Familienangehörigen, die sie durch die Shoah verlor. Ihre jüngere Schwester und sie überlebten die Gräueltaten der Nazis und gingen gemeinsam in das Land ihrer Sehnsucht-Israel. Als gläubige Jüdin möchte sie, dass die Gräuel an ihrem Volk nicht in Vergessenheit geraten und das, was damals geschah, nie wieder passiert. Sie erfüllt so ihre selbst gestellte Lebensaufgabe und berichtet über ihr Leben. Frau Malka Melamed, als Tochter zweier Shoah-Überlebenden, berichtete aus ihrer Kindheit. Sie zeigte auf, wie sehr diese Ereignisse auch ihr Leben beeinflusst haben, aber auch mit wie viel Liebe ihre Eltern sie und ihre Geschwister erzogen haben.

Ich bin sehr dankbar, dass ich an diesem Zeitzeugengespräch teilnehmen konnte. Ich habe Frau Feiblowitsch als starke und kämpferische Frau kennengelernt. Ihre Lebensgeschichte hat mich zu tiefst berührt.

Herr M. Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, überreichte Frau Zipora Feiblowitsch und Frau Malka Melamed eine Urkunde vom Land Sachsen-Anhalt. Diese Urkunden beinhalteten eine Einladung für 2016, um an Schulen in Sachsen-Anhalt Zeitzeugengespräche durchzuführen. Frau Feiblowitsch nahm diese Einladung mit den Worten „So Gott will“ an.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Feiblowitsch, Frau Melamed und bei der Landeszentrale für politische Bildung für diese einschneidende Erfahrung bedanken.

Wer die Geschichte von Frau Feiblowitsch nachlesen möchte, kann sich das Buch ‚Der Tag war kein Tag, das Leben war kein Leben‘ bei mir gern ausleihen oder bei der Landeszentrale bestellen.

Jana Dießner-Kießling
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