Vom anerkannten Tomatenzüchter zum erfolgreichen Galeristen

Gernrode: Galerie Haus Sonnenschein | Seit nunmehr 10 Jahren findet man in Gernrode eine kleine Galerie. Im Haus Sonnenschein in der Goethestraße stellt Herr Christoph Kleinhanns Kunstwerke vieler Genres aus.
Und das mit großem Erfolg. Insbesondere zur Vernissage drängen sich die Besucher in den beiden Räumen der Ausstellung. Helle freundliche Zimmer empfangen den Gast in einem Haus, erbaut zu Anfang des letzten Jahrhunderts, Schon dieses Ambiente macht neugierig, zu entdecken was sich im Gebäude verbirgt.
Christoph Kleinhanns hat das Haus in den 90er Jahren erworben und mit Ende seiner beruflichen Tätigkeit sich den Wunsch erfüllt, sich seiner zweiten Leidenschaft der Kunst zu widmen.
Viele schöne Erlebnisse für Kunstinteressierte ergaben sich in den vergangenen Jahren. Bekannte aber auch weniger bekannte Künstler wie Maler, Töpfer und Holzgestalter und andere Kunsthandwerker fanden für jeweils einige Wochen ihr Publikum in diesen Räumen.
62 Kunstschaffende wurden es in diesen 10 Jahren.
Das Haus ist damit in Gernrode und weit darüber hinaus zu einem kulturellen Zentrum geworden. Vor allem auch die gemütliche Atmosphäre, die Kleinhanns in den Räumen schafft, durch seine wunderbare florale Umrahmung der Ausstellungen Und es ergibt sich  ein ganz besonderes Flair.
Zur Galerie gehören auch ein Café und ein Keramikverkauf. Erlesene Stücke kann man hier erwerben und zum guten Schluß bei Kaffee und Gebäck den Besuch krönen.

Im ersten Leben war Christoph Kleinhanns Tomatenzüchter in Eisleben. Hier entstanden Sorten, wie Ildy, Intakt, Ikarus , Ilona, Isolde und einige mehr. Da Eisleben früher Iseleba hieß, wurden Namen die mit I begannen gewählt. Insgesamt 16 Sorten hat er geschaffen. Das Volksgut, sein Arbeitsplatz gehörte damals zur VVB Saat-und Pflanzgut Quedlinburg und war somit eines der hundert Betriebe, die damals in der DDR Saatgut entwickelten und vermehrten.
Durch die  Saatgutproduktion wurden bedeutende Devisen für die DDR erwirtschaftet und natürlich auch für die Saat in den landwirtschaftlichen Betrieben und in den Kleingärten produziert.
Mit der Wende wurden viele der Betrieb abgewickelt und die Filetstücke verramscht. Kleinhanns ging daher für einige Zeit in die Schweiz, wo er durch seine großen Kenntnisse als Agrarwissenschaftler gefragt war. Ihm gelang es,  unter anderem ein besonderes Hornveilchen zu züchten.  Es blüht rot und wer weiß, ob  das vielleicht auch die Tomatengene in sich trägt.
8
Diesen Mitgliedern gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 29.08.2017
 auf anderen WebseitenSendenMelden
4 Kommentare
13.577
Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 23.08.2017 | 08:06   Melden
MZ - BürgerReporter aus Halle (Saale) | 23.08.2017 | 10:09   Melden
2.250
Martina I. Müller aus Halle (Saale) | 23.08.2017 | 11:19   Melden
5.024
Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 23.08.2017 | 15:34   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.