Die 6.Kunstausstellung 2016 in Helbra – Tag 2 und 3 - Die Publikumstage

  Helbra: Sonnensaal |

Rund 30 Künstler vom Anfänger bis zum Profi und von Alt und Jung zeigen eine große Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens und luden zum Anschauen und Inspirieren ein. Ein Bericht von Mathias Hoppe.

Bei der Eröffnung wurde Wolfgang Sagel für die gute Zusammenarbeit geehrt.
Auch Norbert Born (SPD) ist gekommen und jedes Jahr mit Unterstützung des Kreisbehindertenverbandes für Kaffee und Kuchen, Steffen Holeborg mit seinem Grillwagen, den vielen Künstlern und Wolfgang Sagel, von den die Wände, die zur Ausstellung bereit gestellt werden, der ein Bild des Künstlers Dieter Hecht aus Aschersleben erhielt.
Alfred Böttge sagt, dass es über die Jahre zu einer Steigerung der Qualität und der Anzahl der Beiträge kommt und es fehle ihm oft, „dass man in der Gesellschaft zusammenhält“ und trotz verschiedener Meinungen „sich nicht die Köpfe einschlägt“.
Die besondere Stärke der Helbraer Kunstausstellung ist die große Bandbreite und die Vielfalt, die eine breite Gruppe von Kunstinteressierten anspricht und die Inspiration fördert. Ebenso auch, dass Anfänger und Neulinge neben den Profis und den „alten Hasen“ auf Augenhöhe gezeigt werden.
Michaela Horlbog aus Helbra malt in vielen verschiedenen Stilen und zeigt anderen in ihren Malkursen von ihren Techniken, so dass auch andere Künstler in den Kursen und Zirkeln profitieren und ihren Spaß haben. Besonders ausgefallen und niedlich sind die „Kleinen Lieblinge“, die sehr aufwendig und sehr realistisch bemalt und gestaltet werden.
Eher traditionell und doch sehr populär sind Handarbeiten – hier gab es die sehr lange bereits bestehende Handarbeitsgruppe aus Klostermansfeld und auch die Klöppelgruppe aus der Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz, die auch live ihre Techniken zeigen und zum Ausprobieren einluden.
Der Bergbau und auch weitere vielfältige Kunst im Bereich Malerei und Zeichnung gab es beim 1939 in Ostpreußen geborenen Dieter Raufeisen zu sehen, der auch seinen damals eine Woche jungen Urenkel zeichnete. Vorbild für die Zeichnung ist ein im Krankenhaus fotografiertes Bild des Kindes. Doch auch der traditionelle Eisleber Wiesenmarkt ist auch auf einem Bild dabei.
Schon ein großer Hingucker ist die Frisur der Künstlerin Petra, die die Blicke mit ihren lachsroten Haaren auf sich zieht. Sie malt auch Encaustic-Bilder, die mit Wachsmalkreide in einem speziellen Verfahren mittels eines Bügeleisens aufgetragen wird und weiche und intensiv leuchtende Farbeffekte ergibt. Ebenso eine Encaustic-Künstlerin ist Veronika Schalich, die diese sehr einfache alte Technik beherrscht und mit Leidenschaft zelebriert, mit der sich dauerhafte Bilder schaffen lassen – denn Wachsbilder vergilben nicht und leuchten im Licht in fröhlichen Farben.
Realistisch wird es bei Ines Buff aus Breitungen, die sehr real aussehende Ölbilder malt und auch dies in einem sehr großen Format. Sie stellt über Metaphern gesellschaftliche (Fehl-)-Entwicklungen dar. Dass die Hölle und (emotionale) Abgründe vor jeden nicht halt macht. Und wie die Flüchtlinge aus ihrem Paradies vertrieben wurden. Und unbedingt ein sicheres Zuhause brauchen.
Richtig schrill und lustig wird es bei der 13-jährigen Sabina Petzold aus Benndorf, die Comics mit einem besonders bunten und ausgefallenen Stil auf das Papier ihrer Bücher bringt. Dabei ist jeder von ihr gezeichnete Comic Teil eines ganz großen Ganzen. Und sie ist mit ganz viel Leidenschaft dabei.
Auch Dieter Hecht, der Bilder zu den im diesen Jahr (leider) verstorbenen David Bowie verkaufte und seine Bilder in ganz Europa ausstellt, zeigte seine großformatigen farbigen Bilder, die mit einer speziellen Technik gemacht werden. Dabei wird die Farbschicht durch Chemikalien gezielt aufgebrochen, um den für Dieter Hecht typischen unverwechselbaren Effekt zu erreichen.
Und auch das Heimatcafé zeigte für die an der Heimatgeschichte Interessierten seltene Fotos aus der 800-Jahr-Feier des Dorfes Helbra (das war 1955) und man konnte in dicken Büchern aus dem früher erschienenen „Helbraer Anzeiger“ lesen – da waren sogar Berichte vom Ersten und Zweiten Weltkrieg drin.
Auch die bekannte Künstlerin Roswitha Schwarz malt leichte Bilder – Feminines und Florales – Frauen und Blumen, wie sie es sagt, weil sie sich damit identifiziert. Stets in intensiven und leuchtenden Farben. Eine Leichtigkeit, die man spürt.
Mit Steffen Leander Amey hat sich ein sehr großer Künstler aus Eisleben-Helfta in der Kunstausstellung eingefunden. Sein Schaffen ist vielseitig – er malt und macht auch Plastiken. Auch das eindrucksvolle Bild „UFO“, wo eine Szene nur mit weißer Kreide auf schwarzem Grund dargestellt ist – das Bild entsteht im Kopf und ist mystisch – großartig! Er zeigte sogar eine Skulptur und auch Bilder seiner Malschule, wo er junge Menschen zur Malerei und zum Zeichnen anregt.
Skinifcation – das ist ein Kofferwort aus Skin (Haut) und „Body Modification“ (Körper-Veränderung) - das Motto von Stefan, der seine Holzkunst auch im Café „I Love Benndorf“ in der Steigerstraße in einer Glasvitrine ausstellt und ebenso verkauft. Außerdem betreibt er ein mobiles Piercingstudio, wo er zu seinen Kunden fährt.
„Spaß am Malen“ ist das große Motto des Künstlers Ronald Koch aus Benndorf, der vor allem seine Hunde und andere Tiere zu Papier bringt. Auch Ansichten aus Helbra (von 1900) und Umgebung sind dabei in seinen Bildern.
Es gibt noch mehr Künstler, und alle die auf der Ausstellung waren, sind richtig gut – jeder Einzelne auf seine eigene Weise!
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