Luther wäre begeistert

Lutherstadt Eisleben: Marktplatz |

Eisleben lud wieder zur Feier des Geburtstages von Matin Luther mit einem großen mittelalterlichen Treiben ein. Ein Bericht von Mathias Hoppe



Wenn das Luther in der heutigen Zeit erleben würde, dass sein Geburtstag gleich zwei Tage lang gefeiert würde, hätte dies seine Begeisterung sicher.
Ebenso groß waren die Feiern zu Luthers Geburtstag, wie sie jedes Jahr auf dem Marktplatz in der Lutherstadt Eisleben gefeiert werden. Dieses Jahr war es am 7. und 8. November.
Ein großer Umzug zog vom Katharinenbrunnen aus Richtung Marktplatz, wo der
Darsteller von Martin Luther den Fragen des Grafen von Mansfeld, gespielt von Dirk Fuhlert, Rede und Antwort stand. Auch von der Partie war Jutta Fischer, die OB der Lutherstadt Eisleben.
Der über die Grenzen Eislebens bekannte Hofnarr Jost Naumann ist ebenso dabei gewesen und hat viele Späße gemacht, um das mittelalterliche Treiben lustig zu machen. Und er hatte auch später Ablassbriefe in petto, wo man seine Sünden freikaufen konnte. Auch die Musik war damals schon im Mittelalter wichtig. Und die gab es ebenso von „Mvsica Brachealis“ und anderen Gruppen, die mit Dudelsäcken, Trommeln und mehr die richtige Musik brachten.
Die Kinder kamen bei dem handbetriebenen (!) Kinderkarussell des „Spirator“
(Carsten Spira) auf ihre Kosten. Der Spirator ist, wenn er nicht im mittelalterlichen Gewand steckt, ein Dozent für Gesundheitsthemen wie Erste Hilfe oder betriebliches Gesundheitsmanagement.
Um 12 und 16 Uhr hatte ein Falkner, ebenso eine mittelalterliche Kunst gezeigt, die atemberaubend war. Die Greifvögel stiegen in die Luft und der Falkner erzählte
interessante Details über die Tiere und bei bestimmten Kommandos und Gesten
schossen die Vögel über das Publikum auf den dicken Handschuh des Falkners – unter vielen fotografierenden, filmenden oder einfach nur erstaunter großer und kleiner Leute.
Um 13 Uhr gab es eine sportliche Vorführung – der in Hergisdorf mit den Turnern
trainierende und tätige Armwrestlingverein aus dem Mansfelder Land hatte einen genau 1,04 m hohen Turnier-Duelltisch aufgebaut, wo man sich auch mal im Armwrestling versuchen konnte. Sogar Kinder hatten ihren Spaß daran. Im Grunde genommen ist es wie das Armdrücken in der dunklen Eckkneipe, nur nach festen und offiziellen Regeln. Wie dass der linke Arm ständig fixiert wird und man immer mit mindestens einem Bein auf dem Boden stehen muss. Noch ist Armwrestling nicht so verbreitet und daher ein Extremsport.
Nebenbei konnte man sich mit vielen Leckereien und Getränken stärken – und auch exotische Sachen wie Fladenbrot oder Aroniapunsch sich genehmigen.
Und es gab auch die Ritterkämpfe, die realistisch ausgetragen werden und ebenso stark waren. Also: Luther wäre begeistert!
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