Wie aus einer anderen Welt

 

Der Verein BiMaCo aus Bitterfeld lockte im Kulturhaus Wolfen am 17.10.2015 Fans von Mangas und Anime in die Hallen – doch nicht nur die Manga-Fans kamen hier auf ihre Kosten. Ein Bericht von Mathias Hoppe

Die Kultur Japans erfreut sich immer größerer Beliebtheit – auch jenseits von Manga (japanische Comics) und Anime (japanische auf Manga basierende Trickfilme). Denn fast jeder zockt auch mal gerne an einer Spielekonsole und isst sicher auch gerne Sushi oder japanische Nudelsuppe. Ganz unter dem Motto „Halloween“ war in diesem Jahr die bereits fünfte Bitterfelder Manga-Convention, kurz BiMaCo. Alle, nicht nur Manga-Fans waren eingeladen, die große Variation der
japanischen Kultur kennen zu lernen. Und davon gab es sehr viel: auf der großen Bühne gab es die Band „Destination of Change“, die live japanische und andere gute Musik spielte. Auch ein Cosplay-Wettbewerb war vor Ort. Cosplay (zusammengesetzt aus den englischen Begriffen „costume“ und „play“ – Kostüm und spielen) ist ein Hobby, wo junge Menschen in aufwendiger Kleinarbeit Kostüme schneidern und dann im Kostüm so aussehen wie bekannte Charaktere aus Manga, Anime oder Computerspielen. Und von den Cosplayern gab es viele: Son Goku und Vegeta (Dragon Ball), Monkey D. Ruffy (One Piece), Kaneki (Tokyo Ghoul) und viele weitere, die die Blicke auf sich zogen und immer für Fotos bereit
waren. Anime, also die japanischen Trickfilme gab es auch im Anime-Kino – da konnte man vieles sehen - von lustigen Filmen wie „Durarara x2“ oder „Nisekoi“ bis hin zu sehr erwachsenen Stoffen wie „Devil May Cry“ oder „Akame ga Kill“.
Dass viele begeistert Manga zeichnen und dies sehr gut können, bewiesen die Zeichner auf der Zeichnermeile. Dort gab es viele nette junge enthusiastische Zeichner mit Namen wie „Yukosan“, „Gill“, „Pfirsichteufel“ oder auch mit ausgefallenen Namen wie „Antuki-Kuro van Volteria“, die besonders Im Internet sehr aktiv sind. Wer auch gerne zeichnet oder auch anders kreativ ist, war in den Workshops richtig – denn da hieß es „Mitmachen ausdrücklich erwünscht!“. Der Verein Art Macoro, der sich für Künstler und junge Autoren einsetzt, hat Kurse gehalten zu „Fehlerjagd im Rohtext“ und „Tipps und Tricks für dynamische Outlines“. Aber auch Tesla Artwork mit Fimo-Panda-Anhänger oder Jemo Kohiri mit dem Nähworkshop mit den ausgefallenen Namen „Deftig Kräftig“. Und nicht zu vergessen Karl-Heinz Schmelzer mit „Japanische Specksteinkunst“.
Wem es nicht nach kreativen Schaffen ist, der konnte im Gamesroom so richtig schön zocken – da gab es alle möglichen Konsolen von alten wie das Super Nintendo bis hin zu neuen wie der Wii U und der Playstation 3, die alle immer besetzt waren. Und das Beste: es wurden auch Turniere abgehalten wie im beliebten Singstar-Spiel (Playstation 2), Mario Kart (Wii) und auch J Stars
(Playstation 3). Die Händler, wie das Comic-Kombinat, Rune oder der Dresdener Comicladen boten im Eingangsbereich Plüschtiere und auch Manga an – und noch viel mehr. Der Verein DeDeCo, eine Manga-Convention aus Dresden hatte auch das Spiel „DeDeCo-Acitity“ am Start, was wie damals die „Montagsmaler“ war, wo die Leute in Dreierteams zusammen Preise gewinnen konnten.
Und auch der Catering-Bereich, das Maid-Cafe ist richtig gut gewesen mit Leckeren von Kuchen, japanischer Nudelsuppe bis hin zu Kaffee und Tee. Und das für sehr wenig Geld. Doch dies alles ist nicht ohne die fleißigen ehrenamtlichen Leute des Vereins BiMaCo und anderen möglich gewesen, und für diese sehr gelungene Veranstaltung danken wir alle Gäste besonders ihnen.
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