Erfolgsgeschichten - Positive Bilanz des Projekts „jobFOKUS50plus“

Herr Pätzold war überglücklich einen festen Job zu bekommen
Hettstedt: jobFOKUS 50plus |

Seit Projektbeginn im Jahr 2005 konnten 1555 Projektteilnehmer von „jobFOKUS 50plus“ wieder eine Arbeit aufnehmen


Tätigkeit als Hausmeister seit Januar 2012


„Herr Pätzold war im Jahr 2011 zur Maßnahme GOAL im BBZ Oberröblingen zugewiesen. Er nahm jede Hilfe dankbar an und war Neuem gegenüber offen, ob es um seine Bewerbungen oder praktische Arbeiten ging“, erklärte Nicole Wenzel, die ihn damals als Coach betreute. Herr Pätzold war auch nach Beendigung der Maßnahme überaus aktiv, er kam mindestens einmal pro Woche zur Nachbetreuung und Nicole Wenzel unterstützte ihn aktiv bei seinen zahlreichen Bewerbungen. Dann hatte Frau Wenzel die Aufgabe einige hausinterne Stellenangebote im Stellenpool des „jobFOKUS 50plus“ zu veröffentlichen. Hierbei war auch eine Stelle als Hausmeister. Frau Wenzel fand im Suchlauf fünf passende Bewerber, die sie zur Bewerbung aufforderte. Zu ihnen gehörte auch Herr Pätzold, der bei genauerer Recherche aufgrund seiner vielfältigen Kenntnisse in die engere Auswahl kam. Dieter Pätzold ist seit dem 2.1.2012 als Hausmeister bei dem Bildungsträger beschäftigt.

Im persönlichen Gespräch äußert sich Herr Pätzold folgendermaßen: „Ich bekomme seit fast fünf Jahren Hartz IV, da ich ein äußerst aktiver Mensch bin und mich mit dieser Gegebenheit nicht abfinden kann, war ich immer bemüht, meine persönliche Situation zu ändern. Ich habe, die vom Amt geforderten Eigenbemühungen stets übertroffen und mich mindestens fünf Mal pro Monat beworben. Hinzu kamen viele persönliche Gespräche, die ich mit potentiellen Arbeitgebern geführt habe, doch die Aussage war immer gleich, es wurde mir mitgeteilt, dass ich überqualifiziert bin. In gewisser Weise stimmt das ja auch, ich habe eine Ausbildung als Handwerksmeister im Bereich Fliesen und Hochbau und kann Azubis ausbilden, das alles war für meine frühere Selbständigkeit erforderlich.
Die Absagen, die ich im Laufe der Jahre erhielt, gingen nicht spurlos an mir vorüber, aber ich habe nicht aufgegeben, obwohl ich manchmal mit tränenden Augen nach einem erfolglosen Gespräch Hause gegangen bin. Die Zeit in der Maßnahme hat mich wieder aufgebaut, ich habe wieder Mut gefasst und mich in dieser Zeit dank Frau Wenzels Unterstützung noch aktiver beworben. Am Ende der Maßnahme habe ich gern die Möglichkeit genutzt, weiter betreut zu werden, ich kam regelmäßig nach Oberröblingen und habe intensive Eigenbemühungen unternommen
Nachdem ich mich als Hausmeister bei meinem jetzigen Arbeitgeber beworben hatte, war die ganze Sache aber noch nicht ausgestanden. Meine Bewerbung lief über fünf bis sechs Wochen und ich habe zweimal pro Woche bei der Geschäftsleitung angerufen und nachgefragt und mein handwerkliches Geschick, meine Flexibilität und sonstigen positiven Eigenschaften angepriesen. Das sollte einfach verdeutlichen, wie stark ich an dieser Stelle interessiert bin. Ich glaube, die endgültige Entscheidung zu meiner Einstellung seitens meines Arbeitgebers wurde getroffen, als der Umzug des BMC innerhalb Sangerhausens vonstattengehen sollte. Es war ein überdimensionaler Aufwand für mich und ich habe nicht gedacht, dass ich diese Anstrengungen auf Dauer aushalte. Aber ich wusste auch, dass bei einem Umzug mehr Aktivitäten als im Tagesgeschäft erforderlich sind und dass sich das Ganze danach wieder normalisiert.
Jetzt betreue ich die vier Außenstellen meines Arbeitgebers, ich führe Absprachen mit den Ausbildern und kann selbst auch Aufgaben in der Ausbildung wahrnehmen. Es freut mich riesig, dass es mit meiner Einstellung geklappt hat“.

„Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in der Region“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen Langzeitarbeitsloser über 50 Jahre. Ziel ist die Reintegration von älteren Arbeitslosen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. "Perspektive 50plus" bildet das Dach für bundesweit 78 regionale Beschäftigungspakte zur beruflichen Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser. Dieses Modell hat sich etabliert und ermöglicht den Teilnehmern die berufliche Wiedereingliederung und somit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mit der dritten Programmphase, die im Januar 2011 startete, sollen bis zum Jahr 2015 die Beschäftigungschancen der älteren Langzeitarbeitslosen weiter verbessert werden.
Mehr Informationen zum Bundesprogramm finden Sie unter www.perspektive50plus.de und www.zukunftswerkstatt50plus.de
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