Engagement im Verein – (k)eine Frage des Alters?!

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engagierte Frauen
Irxleben: Engagement-Drehscheibe Hohe Börde | Vielfältiges Vereinsleben ohne aktive Mitglieder ist schwer vorstellbar. Doch gerade die gezielte Freiwilligenkoordination ist eine der größten Herausforderungen für Organisationen und Initiativen. Wie gewinnt man Mitmacher? Welche Möglichkeiten gibt es Menschen jeden Alters für die Mitgestaltung des Vereinslebens zu motivieren?

Diesen Fragen widmete sich am vergangenen Montag der Workshop zum Thema: „Engagement im Verein – (k)eine Frage des Alters?!“. Eingeladen hatte die Engagement-Drehscheibe Hohe Börde, die im Rahmen einer Förderung der Landeszentrale für politische BildungVereine als Teil des demokratischen Gemeinwesens stärken will.

„Das Interesse an dem Thema unterstrichen die über 25 Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in den freiwilligen Feuerwehren oder Sportvereinen, als Imker und Naturfreunde sowie in Kulturvereinen oder bei den Landfrauen engagieren“, freut sich Julia Tecklenborg über die gute Resonanz. Die Projektleiterin der Engagementdrehscheibe Hohe Börde weiß um die Probleme der Nachwuchssicherung in den Vereinen.

Zunächst hatten die Vereine und Initiativen die Gelegenheit sich gegenseitig kennen zu lernen und eigene Erfahrungen auszutauschen. Anschließend präsentierte Tim Dieckmann aus Berlin theoretische Grundlagen für ein gelingendes Freiwilligenmanagement. „Es ist wichtig, die Engagementmöglichkeiten präzise zu beschreiben und die Interessenten gezielt anzusprechen“, erklärte Dieckmann, der unter anderem Studierende für ein ehrenamtliches Patenprojekt zur beruflichen Orientierung gewonnen hat.

„Wenn man Kinder und Jugendliche erreichen will, spielen die neuen Medien eine wichtige Rolle“, erklärte Uwe Lummitsch, Mitarbeiter der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA). Mit der online-Engagement-Datenbank sei die Gemeinde Hohe Börde einen ersten Schritt gegangen, dem weitere folgen müssten. Beispielsweise durch eine Kooperation mit dem Jugendbeirat oder die Nutzung der streetwork-facebook-Seite. Außerdem sollte man die Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen oder Auszubildenden intensivieren.

Die Förderung der Plattdeutschen Mundart über alle Altersgrenzen war ein Beispiel für die Herausforderung in der Nachwuchsgewinnung. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden die Idee, neben dem schon erfolgreichen Lesewettbewerb für Kids, künftig einen „Rapkontest uf platt“ für Heranwachsende aufzulegen und so Jugendliche für diese Form der Sprach- und Heimatpflege zu begeistern.

Darüber hinaus berichteten die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit „Schnupperkursen“, Vereinspräsentationen oder werbenden Veranstaltungen, wie dem „Tag der offenen Tür“. In der Diskussion zeigte sich, dass eine Mitgliedschaft manchmal an den finanziellen Ressourcen oder eine Mitwirkung im Verein an der fehlenden Mobilität scheitert.

„Dann müsse man Sponsoring-Konzepte entwickeln oder Finanzierungsquellen über Bund, Land oder Stiftungen erschließen“, erklärte Lummitsch. „Die Engagementdrehscheibe will die Vereinsvorsitzenden aber auch Engagierte in diesem Prozess unterstützend begleiten“, ergänzt Tecklenborg und freut sich auf den nächsten Workshop, am 09. September, dann zum Thema: „Mein Verein im Netz“ oder eine persönliche Beratung
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LAGFA Sachsen-Anhalt e.V. aus Halle (Saale) | 12.07.2013 | 17:55   Melden
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