Wird der Gemeine Sägebaum zum Alternativ-Baum des Jahres 2017?

Der Gemeine Sägebaum (lat. Arber serrula communis) hat das Zeug, als erster Baum zum Alternativen Baum des Jahres 2017 ernannt zu werden. Diesen Titel erhalten jene Bäume, die sehr stark im Vormarsch sind und vor allem unsere einheimischen Laubbäume einmal ablösen sollen.

Auf den Fotos wird ein solcher Baum vorgestellt, was eigentlich nicht notwendig ist, weil ihn garantiert jeder kennt. Er wächst meist an Straßenrändern, aber auch an stillen, wenig befahrenen Wegen und zunehmend auch auf Wiesen und Feldern.

Im Volksmund wird er ob seiner besonderen, oft bizarr wirkenden Form auch „Besenbaum“ genannt, weil er nach seiner Umwandlung gebrauchten Reisigbesen nicht unähnlich sieht.

Der hier abgebildete Sägebaum hat viele Menschen als einfacher Laubbaum überdauert und selbst unruhige Zeiten unbeschadet überlebt. Nun aber ist auch er über Nacht zu einem dieser prägenden Bäume unserer Gegenwart geworden.

Zum Glück ruhten sich in seinem Geäst keine Käuzchen oder, schlimmer noch, Kleine Hufeisennasen aus. Oder eine Hamsterfamilie hätte sich gar darunter gelagert! Dann wäre die schwere Hand an der Kettensäge nicht so spielend leicht durch die Äste gefahren, um eine Umwandlung in einen Sägebaum ratzfatz zu bewerkstelligen. Was hätte es da für ein blätterrauschendes Natur-Theaterstück gegeben!

So aber war es eben nur ein namenloser Baum in der bekannten deutschen Gegend Überall, also wirklich kein Drama.

Solche Veränderungen im Baumwesen bemerken übrigens meist nur die viel Zeit habenden und ständig mit ihren Rädern unterwegs befindlichen Senioren, die tatsächlich in Echtzeit noch Freude an solchen Bäumen haben sollen.

Man kann gespannt sein, ob die Wahl des Alternativen Baumes des Jahres wirklich auf den hier beschriebenen, so leicht zu züchtenden Holzstachel fällt oder ob nicht der „Gedankenlose Fallbaum“ das Rennen macht. Das Zeug dazu hätte auch er.

Aber dem Gemeinen Sägebaum noch den Rang abzusägen, dazu bedürfte es, was den gnadenlosen Fallbaum betrifft, sehr vieler Kettensägen. Und die für den Ankauf dieser Feininstrumente notwendigen Gelder für 2017 sind leider nicht eingeplant worden. Oder doch?

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“ Zum Glück keinen Laubbaum, Bruder Martinus!
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