Die sieben häufigsten Fehler beim Roulette-Spiel

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Um kaum ein anderes Glücksspiel ranken sich so viele Mythen wie um das Roulette. Das führt jedoch ebenfalls zu Fehlannahmen und kann sogar einen Totalverlust zur Folge haben.

Verantwortlich dafür sind in den meisten Fällen die folgenden Fehler:

1. Annehmen, die Bank könnte mathematisch überlistet werden.


Roulette ist ein reines Glücksspiel. Es gibt keine Strategien und Systeme, die langfristig erfolgreich sein können. Die Bank gewinnt auf lange Sicht immer 3 % der Einsätze. Die Wahrscheinlichkeit, dass als nächstes „noir“ fällt, steigt nicht, nur weil tausendmal hintereinander „rouge“ fiel. Es gibt keine Möglichkeit, hervorzusagen, was als Nächstes fällt. Dass Spieler dennoch davon ausgehen, dass eine Serie nicht anhalten kann und dann risikofreudiger wetten, wird auch als „Spielerfehlschluss“ bezeichnet.

Viele Strategien basieren jedoch auf dieser falschen Annahme. Auch eine Verdopplungsstrategie ist Teil der meisten Systeme. Obwohl diese in der Theorie noch am erfolgversprechendsten sind, stoßen sie in der Praxis auf zwei Limits: das begrenzte Guthaben des Spielers und das Tischlimit der Casinos. Das führt dazu, dass solche Systeme wesentlich häufiger Totalverluste zur Folge haben, als dass sie langfristig Gewinne beim Roulette garantieren könnten.
Das Gefährlichste bei der Anwendung solcher Roulette Systeme ist, dass sie dem Spieler suggerieren, er hätte Kontrolle über das Spiel. Auf diese Weise überschätzt er seine Gewinnchancen. Folge ist, dass das ursprünglich gesetzte Budget überschritten wird oder das Spiel trotz ansehnlichem Gewinn fortgesetzt wird. Tatsächlich ist dieses Kontrollgefühl eine Illusion. Roulette ist reines Glück.

Wem es gelingt, ein längeres Spiel mit Gewinn abzuschließen, sollte also den Spieltisch verlassen, bevor sich das Blatt wendet.

2. Auf Kesselgucken und Wurfweitenspiel vertrauen.


Manche Roulette-Spieler verwenden Monate darauf, einschätzen zu können, auf welchem Feld die Kugel landet. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Taktiken. Beim Kesselgucken versucht der Spieler, abzuschätzen, wie die Drehung der Kugel und des Drehkreuzes sich gegenseitig beeinflussen.

Diese Technik wird wesentlich dadurch erschwert, dass rautenförmige Hindernisse (Obstacles) in der Mitte die Kugel zusätzlich abbremsen. Moderne Roulettetische sind zudem schneller geworden, um das Kesselgucken zu verhindern.

Bemerkt ein Casino, dass sich jemand durch Kesselgucken tatsächlich einen Vorteil verschaffen kann, werden zukünftige Coups schneller abgesagt. Dadurch muss der Spieler direkt nach dem Werfen der Kugel setzen, sodass es schwieriger wird, das richtige Feld zu erraten.

Diese Methode lässt sich durch technische Hilfe optimieren. Allerdings sind solche Mittel nicht zulässig und führen bei Entdecken zu Hausverbot. Auch Anzeigen wegen Betrugs können Folgen sein.

Beim Wurfweitenspiel liegt hingegen die Annahme zugrunde, das Croupiers immer ähnlich werfen. Demzufolge ist auch der Abstand zwischen dem Abwurfort und dem Fach, in dem die Kugel landet, immer ähnlich. Die Annahme vergisst allerdings, dass Kessel nicht vollkommen gleich gebaut sind und kein Mensch immer gleich wirft. Es gibt immer leichte Kesselfehler (weitere Infos auf www.dieachse.com/infos/kesselfehler), die auch Einfluss auf die Laufgeschwindigkeit nehmen. Die Obstacles können den Lauf der Kugel entscheidend verändern und es sind Millimeter, die entscheiden, ob sie abgebremst wird, oder nicht. Zudem wirft ein geschulter Croupier nicht immer gleich. Es kann sinnvoll sein, mit sogenannten Kesselspielen auf benachbarten Zahlen zu setzen. Allerdings bemerken gute Croupiers dies ebenfalls und können auch ihr Wurfverhalten ändern.

Das Roulette mit physikalischen Methoden zu überlisten, funktioniert also ebenfalls nicht.

3. Roulette zum Geldverdienen spielen.


Mit Roulette Geld verdienen zu wollen, ist in etwas genauso effektiv, wie seinen Dispokredit auszureizen, um von den Zinsen vom Tagesgeldkonto zu profitieren: Am Ende gewinnt die Bank.

Roulette ist so ausgelegt, dass rund 2,7 % des Einsatzes immer als Gewinn an die Bank fließen, in den USA sind es sogar 5,26 %. Das bedeutet, dass die Bank auf lange Sicht immer gewinnt.

Roulette Fans argumentieren häufig damit, dass das gleichzeitig heißt, dass 97,3 % der Einsätze unter den Spielern verteilt werden. Ein Spielvorteil gegenüber den anderen Spielern würde einen Gewinn somit möglich machen.

Roulette ist jedoch ein reines Glücksspiel. Das bedeutet, dass jederzeit jeder Spieler gleich große Chancen auf einen Gewinn hat. Das lässt sich auch mit noch so ausgeklügelten Systemen nicht umgehen. Sie laufen alle ins Leere und das Glück lässt sich auch hier nicht erzwingen.

Es gibt kein Roulette System, dass die Chancen auf einen Gewinn erhöht. Die Kugel landet durch reinen Zufall auf dem Feld und die Wahrscheinlichkeiten erhöhen sich nicht. Deswegen sollte Roulette niemals mit dem Willen gespielt werden, damit Geld zu verdienen. Im Gegensatz zu Poker oder Blackjack, bei denen mit eigenem Können ein Vorteil gewonnen werden kann, ist dies beim Roulette Spiel nicht möglich.

Im Gegenteil sollten Spieler Roulette ohne Gewinnerwartungen genießen. Es sollte eher wegen des Nervenkitzels und der Atmosphäre gespielt werden.
Zudem ist es außerordentlich wichtig, sich vor dem Spiel ein Limit zu setzen. Es verhindert, dass ein Verlust nicht verkraftbar ist. Bei einem zu großen Verlust steigt nämlich der Drang, dies durch einen Gewinn in der nächsten Runde wieder auszugleichen. Deswegen sollte bei diesem Limit ohne Ausnahme Schluss sein. Dann ist der Verlust zwar ärgerlich, schmerzt jedoch nicht all zu sehr und ist bald wieder vergessen. Wer in der Vergangenheit bereits bemerkt hat, dass es ihm schwerfällt, dieses Limit einzuhalten, sollte einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Partner mit zum Roulette Spiel nehmen, der das Limit kennt und den Spieler zum Aufhören überreden kann.

4. Große Gewinne erzielen wollen.


Große Gewinne erfordern auch hohe Einsätze. Da die Wahrscheinlichkeit zu verlieren die Chance zu gewinnen erheblich übersteigt, sollten Roulette-Spieler vorsichtig setzen. Auf diese Weise ist die Chance auf einen Totalverlust wesentlich geringer und der Spaß am Spiel größer.

Große Gewinne freuen Spieler natürlich trotzdem besonders. Hier liegt jedoch auch eine große Gefahr: Im Gehirn wird Dopamin ausgeschüttet und das Belohnungszentrum aktiviert. Je größer der Gewinn, umso stärker fühlt der Spieler sich belohnt. Gerade große Roulette Gewinne animieren deswegen dazu, immer wieder zu spielen.

Besonders gefährlich daran ist, dass sich der Spieler durch solche Gewinne ein Suchtgedächtnis erwerben kann. Das bedeutet, dass das Gehirn in ein Hormonungleichgewicht gerät. Der normale Zustand wird als weniger gut empfunden und der Spieler hat gelernt, dass nur Gewinne den Belohnungszustand wieder herstellen können.

Das ist deswegen besonders kritisch, weil in der Folge auch „Fast-Gewinne“ dazu führen, dass der Spieler sich belohnt fühlt. An dieser Stelle werden Roulette-Systeme besonders gefährlich, weil sie dem Spieler suggerieren, dass er nur einer bestimmten Strategie folgen muss. Jeder Verlust wird damit zu einem Fast-Gewinn und belohnt den Spieler durch Dopamin-Ausschüttung, die genauso hoch ist, wie bei einem richtigen Gewinn. Damit steigt außerdem der Drang, weiterzuspielen, weil ja früher oder später das richtige Feld kommen muss.

5. Wer auf viele Felder setzt, kann nur gewinnen.


Das sogenannte „Pflastern“ ist gerade unter Anfängern beliebt. Tatsächlich steigen die Gewinnchancen hierdurch nicht. Um überhaupt Gewinn zu machen, muss eine gewisse Anzahl an Feldern frei bleiben. Bei Online Casinos entfällt immerhin der Tronc. In normalen Casinos ist es nämlich üblich, dass den Angestellten ein Stück Trinkgeld gegeben wird, wenn eine Einzelzahl gewinnt. Das führt dazu, dass diese Taktik im realen Leben noch schwieriger zu spielen ist.

• Je nach Risikofreude dürfen also mindestens 2 Felder nicht besetzt werden.

• Die Auszahlungsquote beträgt 35:1, also erhält der Spieler bei einem Gewinn 36 Stücke zurück.

• Um mit der Strategie erfolgreich zu sein, dürfen also in normalen Casinos maximal 34 Felder bespielt werden, beim online Roulette sind es 35.

• Im Verlustfall würde der Spieler 34 oder 35 Stücke einbüßen.

• Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zahl fällt, die nicht bespielt wird 2/37, bzw. 3/37.

• Rein statistisch würde also bei jedem 16. bis 12. Coup eine Zahl fallen, die der Spieler nicht bespielt hat, während er 34 bis 35 Mal spielen muss, um einen einzigen Verlust wieder auszugleichen.

Natürlich kann diese Taktik mit viel Glück auch aufgehen, allerdings stehen die Chancen dafür schlechter als bei einer einfachen Chance.


6. Strategien im Internet sind ihr Geld wert.


Wenn dies so wäre, würden die Entwickler solcher Systeme ihre Zeit am Spieltisch verbringen und dieses System nicht selbstlos über das Internet an Fremde verkaufen wollen. Es ist egal, mit welchem angeblichen Gewinn pro Stunde geworben wird oder wie hoch der Betrag ist. Roulette-Systeme führen niemals zu einer Erhöhung der Gewinnchancen und können nicht zuverlässig sein. Auch Bücher, die mit einer „geheimen“ Strategie werben, sind ihr Geld nicht wert.

Demjenigen, der tatsächlich ein funktionierendes System entdeckt und dies veröffentlicht, ist erhebliches Medieninteresse sicher. Solange Spieler also nicht in Tageszeitungen gelesen haben, dass Roulette endlich enträtselt wurde, ist dies auch nicht geschehen und die Systeme sind somit wertlos.

Nicht funktionierende Systeme erkennen Interessenten vor allem daran, dass sie darauf aufbauen, dass eine bestimmte Zahl mehrmals ohne Unterbrechung gefallen ist. Solche Systeme können nicht zuverlässig sein. Auch das Aufteilen des Einsatzes auf verschiedene Felder kann die Gewinnchancen nicht erhöhen.
Manchmal werden Roulette-Systeme kostenlos angeboten. Sie sind dann in der Regel mit einem Hinweis auf Online-Casinos verknüpft, in denen die Spieler das System ausprobieren sollen. Wenn sich der Spieler davon nicht zu viel erwartet und verantwortungsvoll spielt, ist dagegen nicht all zu viel einzuwenden. Die Gewinnchancen werden dadurch jedoch nicht erhöht. Deswegen sollten auch hier Systeme, die auf die Verdoppelung des Einsatzes abzielen, nicht gespielt werden. Eine Ausnahme bietet natürlich Spielgeld, dass keine realen Auswirkungen besitzt.

Eine sehr gute Gedankenübung kann es jedoch sein, die angebotenen Systeme zu dekonstruieren und ihre Schwächen zu entdecken. Auf diese Weise lernen auch Profis noch viel über das Spiel und erliegen nicht der Illusion, dass Roulette beeinflussbar wäre.


7. Die Intuition entscheidet über Sieg und Niederlage.


Viele Spieler sind der Meinung, dass sie deswegen erfolgreich spielen könnten, weil ihnen ihr Bauchgefühl sagt, wann sie was setzen sollten, und wann sie das Spiel beenden sollten.

Tatsächlich ist es immer gut, wenn ein Spieler weiß, wann er aufhören muss. Das ändert aber auch nichts daran, dass sich seine Glückssträhne nicht dauerhaft fortsetzen wird. Um die Gewinnchancen beim Roulette zu verstehen, ist es wichtig, die sogenannte Permanenz zu kennen. Sie beschreibt die Zahlabfolge, die der Roulettespieler in seinem gesamten Leben erlebt hat. Über einen längeren Zeitraum wird es immer unwahrscheinlicher, dass der Spieler nicht die 3 % an die Bank abtreten muss. Das liegt daran, dass es sehr wohl statistische Ausreißer geben kann, sie sich aber über einen längeren Zeitraum angleichen. Es wird also gerade bei häufigem Spielen immer wahrscheinlicher, dass der Spieler verliert.

Glückssträhnen sorgen jedoch dafür, dass Spieler denken, dass sie das Spiel beeinflussen können. Dies ist wiederum häufig der Grund dafür, dass sie alles verlieren oder sogar spielsüchtig werden.

Mehr zum Thema Roulettekessel auf Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Roulettekessel
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