Senioren erleben das Europäische Parlament in Straßburg

Die Gruppe der Köthener Senioren Union im Parlament (von links): Rita und Rudi Pickan, Karin und Gerd Rückmann, Irmgard Baran, Christine und Rüdiger Franzke, Hans Baran
 
Die Jesidin Nadia Murad während ihrer bewegenden Dankesrede vor dem Europäischen Parlament
Auf Einladung von Sven Schulze, CDU-Abgeordneter des Europäischen Parlaments für Sachsen-Anhalt, unternahmen wir - acht Mitglieder der Senioren Union Köthen - kürzlich eine Studienfahrt zum Europäischen Parlament in Straßburg.
Gemeinsam mit unserem Kreisvorsitzenden Gerd Rückmann starteten wir am frühen Morgen des 12. Dezember nach Halle, wo wir den Bus mit der Reisegruppe aus Sachsen-Anhalt erwarteten.
Am späten Nachmittag erreichten wir Oberkirch in der Ortenau - wenige Kilometer von der deutsch-französischen Grenze entfernt - und checkten dort in unserem Hotel ein. Nach einer kurzen Pause ging es weiter in das nahe Straßburg.
Im urigen Restaurant „Au Pont Saint Martin“ wartete ein leckeres elsässisches Abendessen auf uns. Daran anschließend hatten wir erste Gelegenheit, mit unserem Europaabgeordneten ins Gespräch zu kommen.
Am nächsten Morgen wurden wir im Europäischen Parlament von einem Mitarbeiter des Besucherdienstes empfangen, der uns über den Aufbau und die Arbeitsweise des EP informierte. Interessante Details über seine Arbeit als CDU-Europaabgeord-neter im Parlament und im Wahlkreis erfuhren wir anschließend von Sven Schulze.
Dieser interessanten Diskussionsrunde folgte ein Besuch der Plenardebatte, deren
Höhepunkt für uns zweifellos die Verleihung des Sacharow-Preises war, die wir live
miterleben durften.
Mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit werden seit 1988 jährlich Personen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich weltweit in besonderer Weise für die Menschenrechte eingesetzt haben.
In diesem Jahr waren es die Jesidinnen Nadia Murad und Lamija Adschi:
Versklavt, misshandelt, vergewaltigt - beide haben unvorstellbare Gräueltaten erlebt und unvorstellbares Leid durch den IS erfahren. Doch sie wollen keine Opfer mehr sein und kämpfen gegen den Terror - dafür wurden sie mit dem Sacharow-Preis geehrt.
In ihrer bewegenden Dankesrede sagte Nadia Murad u.a.: „Meine Geschichte zu erzählen und den Schrecken erneut zu durchleben, ist keine einfache Aufgabe, aber die Welt muss es wissen." Sichtlich berührt von ihren Worten, hatte auch mancher von uns Tränen in den Augen.
Dem Besuch im Parlament folgte eine Stadtrundfahrt, die folgende Zeit zur freien Verfügung nutzten wir zur Erkundung der Stadt mit ihren wunderschönen Weihnachtsmärkten.
Vor dem Abendessen in Oberkirch, für das sich auch unser EU-Abgeordneter trotz vollen Terminkalenders Zeit genommen hatte, war noch Gelegenheit, die Keller-räume der Oberkircher Winzer eG zu besichtigen und die guten badischen Weine zu verkosten - mit viel Spaß, versteht sich!
Am Morgen des 14. Dezember traten wir wieder die Heimreise an, mit Zwischen-stopp für eine Stadterkundung in Heidelberg.
Dank unserer beiden sicheren Busfahrerinnen - ein Mutter-Tochter-Gespann - erreichten alle Teilnehmer nach drei erlebnisreichen Tagen voller neuer Eindrücke und Erkenntnisse über das Europäische Parlament wieder ihre Heimatorte.
Ein großes Dankeschön ist dem Europaabgeordneten Sven Schulze sicher!
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