Ratgeber - Steuererklärung, Buchführung und Beratung

Steuererklärung
 
Buchführung

Privatpersonen empfinden oftmals die jährliche Einkommenssteuererklärung als schwierig und zeitaufwendig. Sie wenden sich hierfür an einen Steuerberater. Noch komplizierter wird es in Unternehmen mit vielen Mitarbeitern. Wenn sich in diesen Unternehmen keine Personen befinden, die sich mit der Steuer-Materie auskennen, lohnt es sich, einen Steuerberater zu konsultieren.


Diese Berufsgruppe kennt sich mit verschiedenen Bereichen aus:


- Beratungsfunktionen vor der Gründung eines Unternehmens
- Buchführungs-Aufgaben
- Unternehmungsformen Auswahl
- Fragen zur Gründung eines Unternehmens
- Finanzbuchhaltung
- Steuererklärung
- Jahresabschluss
- Veröffentlichungen im Bundesanzeiger
- Lohnbuchhaltung
- Daten-Meldung an das Statistische Bundesamt
- Betriebswirtschaftliche Auswertung.

Die Aufgaben eines Steuerberaters sind also äußerst vielfältig und müssen korrekt und zeitnah erledigt werden. Fehler können sogar die Existenz des Unternehmens gefährden.

Haftung bei Fehlern


Als erstes haftet der Mandant für etwaige Fehler beim Finanzamt. Dies bedeutet auch, dass der Unternehmer erst einmal für begangene Fehler seines Steuerberaters haftet. Entsteht dem Mandanten dadurch aber ein Schaden, kann er gegen seinen Steuerberater vorgehen. Der Steuerberater sorgt im Allgemeinen für solche Fälle vor, indem er eine Berufshaftpflichtversicherung abschließt. Der Steuerberater haftet also bei Fehlern gegenüber seinem Mandanten. Dies ist auch verständlich, denn die meisten Mandanten verstehen oftmals nicht alle steuerrechtlichen Sachverhalte. Das Steuerrecht beinhaltet außerdem häufig komplizierte Aufgaben, bei deren Lösung sich manchmal Fehler einschleichen. Wichtig für einen Unternehmer sind außerdem:

- eine offene Kommunikation mit seinem Steuerberater über alle wichtigen steuerrechtlichen Angelegenheiten

- bei Verschweigen kann der Steuerberater nicht belangt werden

- genaues und einfaches Vermitteln und Erklären der Handlungen des Steuerberaters, was berücksichtigt wurde und was nicht.

Es ist wichtig als Unternehmer, viel von den steuerrechtlichen Aufgaben des Steuerberaters zu verstehen. Schließlich muss der Unternehmer ja unterschreiben und sollte wissen, wofür er da unterzeichnet hat.

Steuerberater-Wechsel


Manche Unternehmen sind mit ihrem Steuerberater nicht zufrieden. Das kann beispielsweise vorkommen bei folgenden Aspekten:

- unerwartet hohe Nachzahlungen
- unverständliche Rechnungen, zu viel Papier und Postverkehr
- mangelnde Erreichbarkeit des Steuerberaters
- allgemeine Antipathie
- unangenehme Atmosphäre.


Vielleicht ist es manchen Mandanten unangenehm, einen Steuerberatungswechsel vornehmen zu lassen. Das ist aber das gute Recht eines jeden Mandanten. Der Steuerberatungsvertrag kann jederzeit durch den Mandanten gekündigt werden. Es müssen nicht einmal Gründe dafür angegeben werden. Es gibt allerdings wenige Einzelfälle, bei denen eine Kündigungsfrist im Vertrag pauschal vereinbart wurde. Dann muss diese Frist vom Mandanten eingehalten werden. Für manche Unternehmen lohnt es sich, bis zum Beginn des neuen Geschäftsjahres mit dem Wechsel zu warten. Dadurch lässt sich oftmals ein zusätzlicher Aufwand vermeiden. Vor dem Wechsel können sich die Unternehmen einen neuen Steuerberater aussuchen, der sich um alle Wechsel-Formalitäten kümmern wird. Meistens kümmert sich der neue Steuerberater auch um die Kündigung beim alten Steuerberater.

Finden eines passenden Steuerberaters


Im Internet können die Unternehmen gezielt nach Steuerberatern suchen. Es kommt darauf an, welche Kriterien den Mandanten wichtig sind, wie beispielsweise:

- fachliche Spezialisierung
- Branche
- Fremdsprachen-Kenntnisse
- Qualitäts-Siegel der Steuerkanzlei
- Barrierefreiheit in den Kanzleiräumen
- Eigenschaften wie Reaktionsschnelligkeit und Einfühlsamkeit
- gute Erreichbarkeit.


Auf verschiedenen Internet-Portalen können die Unternehmen nach dem passenden Steuerberater suchen. Die Bewertungen anderer Mandanten werden es dem Unternehmen leichter machen, den richtigen Steuerberater herauszufinden. Ist die Entscheidung dann für einen bestimmten Steuerberater gefallen, kann das Unternehmen vom alten Steuerberater die Übersendung der Unterlagen verlangen. Eventuelle Haftungsansprüche des Unternehmens gegen den alten Steuerberater bleiben weiterhin bestehen. Die Ansprüche verjähren erst nach drei Jahren. Es bedeutet also kein Risiko, einen neuen Steuerberater zu beauftragen.
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