Kapellenberg mit Doppelkapelle Landsberg (2) und ...

In der Landsberger Doppelkapelle. Doppel deshalb weil die untere Etage für das "gemeine Volk" und die obere Etage für die "adeligen Herrschafften" also heutzutage auch für uns...
 
"Tribühne" des Ensembles
Landsberg: Doppelkapelle Landsberg |

Perlen jiddischer Musik mit dem mitteldeutschem Ensemble "Shoshana"

http://www.norinsky.de/index.html
Hätte meine Frau seit ihrer Studienzeit nicht eine Freundin in Halle – und die wiederum Inge Fricke, die Chefin der Landsberger Kapelle, zur Freundin – hätten wir garantiert etwas verpasst! Bedauerlicherweise erscheinen solche Veranstaltungstipps ja meist nur auf den Regionalseiten - dieses mal vielleicht(?) in Halle aber nicht in Bitterfeld...!

Ich erlaube mir einen Auszug aus dem:
https://www.saalekreis.de/de/doppelkapelle-landsbe...
„Am Sonntag, 17. Juli 2016, um 15 Uhr, lädt das mitteldeutsche Ensemble "Shoshana" Alt und Jung zu einem mitreißenden Weltmusik-Konzert in die Landsberger Doppelkapelle "Sanctae Crucis" ein. Die Nachmittagsführung durch die Doppelkapelle kann daher erst im Anschluss an das Konzert, ca. 16.30 Uhr, stattfinden.
In einem ungewöhnlichen Arrangement für Knopfakkordeon, Violine und Gesang verspricht das Ensemble „Shoshana", sein Publikum zu verzaubern. Bravourös interpretierte instrumentale Frejlachs (fröhliche Tänze) und harmonische Klänge der Lieder, spiegeln die Tiefe und Wärme der jüdischen Seele wider. Dabei stammen alle Arrangements aus eigener Feder! Die Lieder und Instrumentalstücke stützen sich auf die Tradition der Aschkenasim, der mittel- und osteuropäischen Juden.
Das hebräische Wort "Shoshana" bedeutet so viel wie Lilie, Rose oder Seerose und ist zugleich die neuhebräische Form des Vornamens Susanne.
Das Ensemble wurde im Frühjahr 2004 gegründet. Neben dem Ensembleleiter Leonid Norinsky (Knopfakkordeon, Gesang), sind Ina Norinska (Gesang, Tanz, Percussion) und Dagmar Fichtner (Violine) zu erleben“.


Das Repertoire von „Shoshana“ umfasst Lieder und Instrumentalstücke, die sich auf die Tradition der Aschkenasim, der mittel- und osteuropäischen Juden, stützen. Es wird also sowohl in Hebräisch als auch in Jiddisch gesungen. Ensemble „Shoshana“ spielt Klezmer, jiddische Lieder und Israel-Pop. Auf den Konzerten des Ensembles sind aber auch jüdische Tangos und Frejlachs zu hören.
Wer mehr wissen möchte findet über Google vieles mehr!

Mit gemischten Gefühlen war ich den Frauen zuliebe mitgegangen – und war von Anfang an begeistert.
Das Konzert fand auf der oberen Etage, der ehemals nur den adligen Herrschaften vorgesehenen Doppelkapelle statt. Von den bis zu 100 Plätzen in der Oberkapelle (wie mir Frau Fricke sagte) waren tatsächlich alle besetzt.

Allein vom Temperament bot das einstündige Programm reichlich Abwechslung, oft beginnend mit leisen, melancholischen und gefühlvollen Melodien bis zu schwungvollen und gut tanzbaren Teilen. Bei mir und vielen Zuhörern zuckten häufig die Füße. Ich lasse ohne viele Kommentare die Bilder für sich sprechen.

Die in Dresden geborene Violinistin Dagmar Fichtner hätte ich eher für eine temperamentvolle Ungarin gehalten. Nach der Vorstellung, als ich wohl als einziger noch auf ein Autogramm von ihr wartete, verriet sie mir das ihr neues Instrument von einem Geigenbauer aus Halle stammt. Also Hallenser und Hallunken seit stolz auf eure Stadt!

Neues Zitat:
http://kuk26.blogspot.de/2015/02/klezmer-konzert-m...
Ina Norinska führte die Konzertbesucher durch das Programm. Dabei fügte sie ab und an auch jüdische Witze ein, die sich mit Selbstironie und in Dialogsituationen mit (meist erdachten) Begebenheiten aus dem Leben des jüdischen Volkes beschäftigen oder aber mit Klischees spielen. Beim Schönebecker Publikum kam das gut an, ebenso wie auch die zum Mitsingen geeigneten Lieder. Das klappte selbst dann, wenn man sich bei einem Lied mit hebräischem Text mit einfachen Silben behelfen mußte. "Jetzt können Sie Ihren Freunden erzählen, daß Sie das erste mal jüdisch gesungen haben", sagte Ina Norinska dazu..

Dafür kannten alle Melodie und Text bei der Zugabe und sangen alle lautstark mit

„Bei mir bist du schejn“!!!

Dieser jidische Song wurde in den 30er Jahren von den „Andrew-Sisters“ um die Welt getragen und ist noch immer ein Mega-Hit.

Noch ein kleiner abschließender Witz von Ina Norinska – was ist der Unterschied zwischen Engländern und Juden?
In Teil drei will ich demnächst noch etwas zur Führung durch die Doppelkapelle berichten … und vielleicht auch den Witz verraten…
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1 Kommentar
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 20.07.2016 | 21:57   Melden
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