Porphyrkuppenlandschaft bei Landsberg

unterhalb der Porphyrkuppe "Spitzberg"
 
meine "Wanderkarte"
Landsberg: Doppelkapelle Landsberg |

Wer von uns in Sachsen-Anhalt hat davon schon mal etwas gehört oder gar be/gesehen?

Für mich „Neuland unterm Pflug“, obwohl ich mit Sicherheit bisher über 100 Mal mit Zug oder Auto ahnungslos daran vorbeigedüst bin.

Rein zufällig bin ich auf einer Gartentraeume-sachsen-anhalt.info-Seite darauf aufmerksam geworden Bei meiner weiteren Recherche stieß ich auf:
https://www.geocaching.com/geocache/GC4JMXA_porphy...
„Das Schutzgebiet liegt in der Landschaftseinheit Hallesches Ackerland.
Die Porphykuppenlandschaft des LSG umfasst einen Ausschnitt der flachwelligen Agrarlandschaft, aus der sich die Porphyrkuppen Gützer Berg, Pfarr- und Spitzberg bis zu 30 m weithin sichtbar herausheben.
Mit 136,3 m ü. NN gehört der Spitzberg als höchste der drei Kuppen zu den kleineren Porphyrkuppen des Halleschen Vulkanitgebietes, welches mit 250,4 m ü. NN am Petersberg den höchsten Punkt erreicht.….
Auch die nahen Städte Hohenturm und Landsberg liegen auf bzw. um Porphyrkuppen.
Der Kapellenberg von Landsberg überragt mit einer Höhe von 148 m ü. NN die Porphyrkuppen der Umgebung und wird durch die weithin sichtbare Doppelkapelle gekrönt.“

Vor mehr als 300 Millionen Jahren herrschte hier eine rege vulkanische Aktivität. Der Landsberger Porphyr ist Zeugnis der langen Erdgeschichte in unserem Heimatraum.
Unser Porphyr ist eine feinkristalline, rote Form des Granit – also ein magmatisches Produkt.

Während in der Vulkaneifel die vielen Informationstafeln fast die Landschaft verdeckten, herrschte rund um Landsberg leider absolute Funkstille, keinerlei Wegweiser oder sonstige touristische Tipps.
Hätte ich mir am PC nicht wieder eine eigene „Wanderkarte“ erstellt, wäre ich bestimmt hilflos unhergeirrt.

Auf einer kleinen Landstraße von Hohenturm kommend begann ich am Morgen des 13. Aprils meine

erste Etappe am und auf dem Spitzberg (136 m ü. NN) zwischen Hohenturm und Landsberg.

Mühelos fand ich einen Pfad auf den Berg, gekrönt von einem Grabhügel. Da Landschaft ringsherum wachbrettflach (abgesehen vom Petersberg) hat man bei günstigem Wetter eine weite Sicht bis zum Völkerschlachtsdenkmal in Leipzig.

Hier auch die einzige touristisch interessante Hinweistafel: Auf der Bergkuppe befindet sich ein Grabhügel (mit dem Porphyrfels als Untergrund fast wie ein überdimensionales Mausoleum). Frühere Ausgrabungen ergaben, das darin 5 Gräber untergebracht waren, das Älteste aus der Baalberger Kultur (4000 Jahre v. Chr.).

Beim Abstieg stieß ich fast an der Straße auf einen idyllischen Tümpel unterhalb einer bizarren Porhyrfels-wand, wie ich nun weiß. Ein idyllisches, leicht erreichbares Rastplätzchen, um mit etwas Zeit den Wildenten und auch größeren Greifvögeln zuzuschauen.

Weiter fuhr ich Richtung Landsberg und parkte unmittelbar neben den Bahngleisen und einer Werksruine

Wie anfangs erwähnt wanderte ich nach Bauchgefühl und eigener Karte los und umrundete westlich die. Kuppe des Gützer Berges (129m ü. NN). Auf der Nordseite kam ich wieder zu einem kleinen ähnlich romantischen Tümpel mit Porphyrfelsen. Am frühen Morgen oder späten Nachmittag wohl am idyllischsten.

Der Rückweg führte mich über die Kuppe auf einem schmalen Felspfad entlang. Unterhalb der Felsen ein größerer Tümpel
Leider für Nichtangler nur oben von den Felsen aus einsehbar, Umrundung unmöglich. Zeit müsste man sich trotzdem nehmen, um die vielen Vögel rings umher zu beobachten.

Wieder zurück an der Ruine, versuchte ich vergeblich, mich über eine schmale Straße dem Tümpel von rechts zu nähern. Unter einem Durchfahrtsverbotsschild war zu lesen: „Betreten und Baden verboten, Lebensgefahr!“
Vor einem verschlossenen Tor war für mich als Nichtangler Schluss.

Was mich hier ungemein störte, waren die Graffiti Schmierereien an vielen Felsen, obwohl fast nur für Bergsteiger erreichbar.


Wenn schon mal in Landsberg, wollte ich den „Hausberg“ nun auch noch erklimmen.

http://gartentraeume-sachsen-anhalt.info/gartentra...
„Der Landsberg (Kapellenberg) befindet sich ca. 15 km nordöstlich von Halle, seine Porphyrkuppe erhebt sich weit sichtbar aus dem flachen Umland. Im Jahre 1136 gründete Konrad von Wettin auf dem Landsberg eine Augustinerabtei (kleine dreischiffige Basilika). 1160 bis 1180 errichtete Dietrich, der zweite Sohn des Markgrafen Konrad von Landsberg, eine Residenzburg an dieser Stelle. Heute lohnt sich besonders in den Sommermonaten ein Besuch in Landsberg. Ein sehr schönes Freibad, eine Freilichtbühne und ein Museum ladenden Besucher zu einem Tagesausflug ein.
Dieser Kappellenberg überragt mit seiner Höhe von 148 m die Kuppen der Umgebung. Seine steilen Hänge lassen einen Blick über die freie und unbebaute Umgebung zu“.

Die Doppelkapelle auf der Kuppe ist kann an den Wochenendnachmittagen besichtigt werden.
Und im Sommer das gleich darunter liegende Felsenbad. Die Arbeiten zur rechtzeitigen Eröffnung waren gerade in vollem Gange.
Auf eine Bierverkostung in der Landsberger Brauerei verzichtete ich vorsichtshalber, denn ich wollte noch in den Gartenträumepark Ostrau (davon vielleicht demnächst mehr).
1
1
1
1
1
2
2
1 2
2
10
Diesen Mitgliedern gefällt das:
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
6 Kommentare
14.716
Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 15.04.2016 | 16:13   Melden
3.356
Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 15.04.2016 | 16:30   Melden
14.716
Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 15.04.2016 | 17:12   Melden
7.350
Siegfried Behrens aus Halberstadt | 15.04.2016 | 17:47   Melden
2.023
Dieter Gantz aus Querfurt | 15.04.2016 | 18:14   Melden
11.509
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 16.04.2016 | 08:16   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.