Der Pokal bleibt ein Dieskauer

Da ist das Ding!
Landsberg: Sporthalle Schulzentrum | Die Euphorie nach dem gestrigen Pokalfinal – Rückspiel war riesengroß. Eine standesgemäße UFTA aus dem Fanmegafon war da nur das i -Tüpfelchen auf ein gelungenes Pokalfinale, welches dem Handballinteressierten aus der Region sehr bekannt vorkommen dürfte. Ja, schon wieder hieß der Gegner HSC96 und ja, auch in dieser Saison hatte der TuS im Rückspiel Heimrecht. Nur diesesmal ging es noch spannender und enger zu als im Vorjahr. Ob es am Alter lag? Beachtlich wenn man sich den Altersdurchschnitt beider Mannschaften anschaut. TuS 40J : HSC 32J. Beide Mannschaften hätten getrost auch an ein Altherrenturnier teilnehmen können.

Doch bevor es mit der Nervenschlacht los ging, ging in der Landsberger Sporthalle gar nichts. Stromausfall nach einem Blitzeinschlag. Doch der liebe Gott war an diesem Tag ein Handballfan und machte Licht. So konnte das Spiel mit einer Verzögerung von 30 Minuten durch die Schiedsrichter Pinkert und Zänker angepfiffen werden.

Auch an diesem Tag konnte man eine Schablone auf den Spielverlauf legen. Wie schon bei den letzten drei Begegnungen in dieser Saison, schenkten sich beide Teams nichts. Ständig wechselnde Führungen und das obligatorische Absetzen auf drei Tore der Dieskauer kurz vor der Pause, um dann doch wieder mit einem Rückstand (13:14) in die Pause zu gehen. Zwar setzten die Hallenser auf eine doppelte Manndeckung von Kautzsch und Tschierschke, doch die verbleibende HSC Abwehr tat sich schwer. Denn immer wieder nutzten die Dieskauer den sich dadurch bietenden Platz um einfache Tore zu erzielen. In der Dieskauer Abwehr wurde dagegen bis zum umfallen gegen die wuchtigen und indviduell stärkeren Hallenser gekämpft.

Auch so in der zweiten Hälfte, als man beim Stand von 16:16 den Turbo zündete und beim 23:19 fast schon wie der sichere Sieger aussah. Zu diesem Zeitpunkt hätten der HSC96 mindestens 7 Tore aufholen müssen um in der Geamtrechnung den Sieg davon zu tragen. Das wussten auch die Gäste und legten ihrerseits nochmal alles in die Wagschale. Der Ausgleich zum 24:24 machte die letzten Minuten zu einer Zitterpartie, mit dem besseren Ende für die Dieskauer, welche dann selbst nochmal auf das erlösendes 26:24 erhöhen konnten. Die restlichen Tore bis zum 27:26 Endstand waren dann nur noch Ergebniskosmetik.

Zurückblickend kann man von einem tollen Finale beider Mannschaften sprechen, die sich in zwei Spielen nichts schenkten und bis zum umfallen gekämpft haben. Das quäntchen Glück lag am Ende wieder auf Dieskauer Seite, die sich nun zum 6. Mal den Bezirkspokal in die Vitrine stellen dürfen.

Statistik

Tus Dieskau

M. Freymuth, Barz – Schulze 1, Günther, Auerbach 5, Tschierschke 6/3, Freymuth, Ebert, Lochmann 5, Kautzsch 4/1, Kramer, Bruchmann, Föst 6, Richardt

HSC96
Hoffmann, Feineis – Lux 4, Rhode 2, Liebrenz 1, Hegmann 4/1, Ferber 5, Kruse, Hetzer 1, Möbing, Keusch 1, Kokot, Wiese 8/1

Strafwürfe
TuS: 6/4
HSC: 4/2

Zeitstrafen
TuS: 7 (1 x Rot 3. ZS)
HSC: 4 (1x Rot
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