Die SG Queis siegt im Pokalhalbfinale

Am Samstag wurde in Plotha der zweite Finalteilnehmer für die Endspiele um den Bezirkspokal ermittelt. Der gastgebende HC Burgenland III empfing dabei dem Titelverteidiger SG Queis.
Im Ligaspielbetrieb hatte Burgenland seine Mannschaft zurückgezogen, aber durch zwei Glückslose kampflos das Halbfinale erreicht. So wurde aus dem ursprünglich für diesen Tag angesetzten Ligaspiel das Pokalhalbfinale. Der Gastgeber stellte dabei weitgehend die Mannschaft auf, die nunmehr als Burgenland IV in der Bezirksklasse um Punkte ringt. Ein Spieler aus dem Verbandsligateam verstärkte zudem den Gastgeber.
Die SG Queis musste erneut mehrere Ausfälle wegstecken, neben den beiden langzeitverletzten Spielern waren es diesmal u.a. auch Robert Felsch und Maik Weiland.
Der Gastgeber legte los wie die berühmte Feuerwehr und ging zweimal in Führung, bevor die Queiser Abwehr sich auf Spieler Nr. 8 besser einstellte. Beim 2:3 lagen wir dann erstmals vorn und durch die Tore von Martin Heimer setzte sich Queis schnell ab. Beim 3:7 traf dann endlich der zweite Queiser Spieler (am Ende wurden es doch noch 7 verschiedene Torschützen). Nach 23 Minuten nahm der Trainer des HC Burgenland die Auszeit, aber da war beim 4:11 längst die Vorentscheidung gefallen. Nunmehr stand die Queiser Abwehr gewohnt sicher und beide Torhüter legten eine mehr als ordentliche Leistung hin: zusammen waren es 18 parierte Würfe mit anschließender Balleroberung, was einer Quote von 55 % entspricht. Das konnte sich mehr als sehen lassen, auch wenn jeder Torwart eine richtige Graupe eingeschenkt bekam.
Aber auch was sechs Meter davor passierte hatte Hand und Fuß, denn von der spielerischen Leistung her hatte man es hier mit einer Burgenland- Mannschaft zu tun, die sich meiner Meinung nach mindestens so gut präsentierte wie einige Bezirksligateams aus dem unteren Tabellenbereich.
Mit 7:14 ging es in die Pause und es wurde noch mal deutlich gemacht, dass es das Ziel ist, trotz der nun verstärkt einsetzenden Wechsel das spielerische Niveau oben zu halten und die Partie ordentlich herunter zu spielen. In Halbzeit 2 wurde dann auf den allermeisten Positionen munter gewechselt, um die Spielanteile fair zu verteilen und auch mal dieses oder jenes zu testen. Erfreulich war, dass zumindest vieles klappte, wenn auch längst nicht alles. Vor allem die Anzahl der Abspielfehler war noch zu hoch, manchmal schadet es nicht, erst mal zu schauen, ob in grober Ballflugrichtung überhaupt ein Queiser Spieler steht. Den lustigsten Abspielfehler fabrizierte Torwart Christian Schladitz, der aus dem eigenen Torraum versuchte ein Tor zu erzielen, aber den gegnerischen Torwart nicht überwinden konnte. Einen Versuch war es allemal wert.
So spielte Queis in Halbzeit 2 die Partie ungefährdet herunter und zeigte ab und an auch Fähigkeiten, die nicht so häufig zu bestaunen sind: einige Kontertreffer und einen schönen Dreher vom diesmal auf Außen eingesetzten Christian Hammer, der beim zweiten Kunstwurf (diesmal per Heber) aber das Tor mehr oder weniger knapp verfehlte.
Am Ende stand ein ungefährdeter 15:31 Sieg in einem von beiden Seiten überaus fair geführten Spiel, das beide Erdeborner Schiedsrichter souverän pfiffen (je 1 x 2 Minuten).
Nunmehr kommt es im Mai zum „Traumfinale“ zwischen der SG HSC 96/ TuS Dieskau und der SG Queis. Beide Mannschaften haben seit 2011 die letzten vier Pokale geholt (je 2 x), sich dabei aber fast nie im Finale duelliert (2011 spielte Queis gegen den damals noch eigenständigen HSC 96). Somit haben sich auch erstmals seit vielen Jahren die beiden besten Bezirksligateams der aktuellen Saison ins Finale geworfen, was Hochspannung versprechen dürfte.
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