Handball- Bezirksliga : HSV Sangerhausen- SG Queis 13:24 (5:13)

Zum Rückrundenbeginn stand für die Handballer der SG Queis die weiteste Fahrt der Saison an: es ging in die Rosenstadt Sangerhausen. Der Gegner befindet sich in der unteren Tabellenhälfte und spielte bisher sehr schwankend, gewann aber zwei der letzten drei Heimspiele teilweise recht deutlich. Für die Queiser Handballer bestand das Problem aber eher beim eigenen Personal: aus unterschiedlichsten Gründen (verletzt, erkrankt, Job, privat) fehlten sechs Spieler. Unter der Woche wurden so nicht nur die zuletzt schon helfenden „Oldies“ Raik Harning und Detlef Naumann reaktiviert, sondern auch Rico Harning zum Bezirksligasaisondebüt überredet. Vornweg: alle drei machten ihre Sache anständig bis gut.
Angesichts dieser Personalsorgen war es umso erstaunlicher, was dann folgte: der Gastgeber fand absolut nicht ins Spiel, verrannte sich immer wieder in der Queiser Abwehr und verlor zudem zeitig seinen mittleren Aufbauspieler durch eine Verletzung. Die SG Queis brauchte auch einige Angriffe bis zum ersten Tor, doch nach zehn Minuten war beim 1:5 die Richtung bereits vorgegeben. Auch danach ein ähnliches Bild: während Queis vorn einigermaßen traf, fand Sangerhausen kein Mittel gegen die Queiser Abwehr und nahm sich häufig gewagte Würfe bzw. durch drohendes Zeitspiel erzwungene Würfe, die mehrheitlich noch nicht mal mehr aufs Tor kamen bzw. eine sehr leichte Beute für den Queiser Torwart wurden. Beim 4: 12 kurz vor der Halbzeit war im Prinzip das Spiel entschieden.
Trotzdem erfolgte in der Kabine die Ansage, den Druck hoch zu lassen und mal etwas für das Torverhältnis zu tun. Das konnte leider nicht mal ansatzweise umgesetzt werden. Obwohl sich vor allem ab der 40 Minute immer wieder klarste Torchancen ergaben, sei es aus dem Positionsangriff heraus oder aus einigen Kontern: der Abschluss war- diplomatisch formuliert- suboptimal. Auch wenn die zweite Halbzeit mit 8: 11 an uns ging: das war über weite Strecken kein gutes Offensivspiel. Die durchgeführten Wechsel, um allen Spielern faire Einsatzzeiten zu geben, sollten da nicht als Ursache genannt werden, einige hatten einfach nicht ihren besten Tag.
Unterm Strich nennt man so was wohl Arbeitssieg. Erfreulich war, dass sich beide Seiten fair behandelten und die Schiedsrichter so ein „dankbares Spiel“ bekamen, mit dem sie nie Mühe hatten.
Jetzt sind erst einmal zwei Wochen Pause; Zeit, um kleinere Blessuren auszukurieren, um im Training an den Defiziten zu arbeiten und auch Zeit, damit dieser oder Spieler zurückkehrt, wenn es gegen den amtierenden Meister geht. Es sollte dann das Spitzenspiel des Wochenendes werden. Wir sollten uns dann allerdings erheblich steigern.
Aufstellung: Schladitz, Naumann/// O. Joachimi, Raik und Rico Harning, Heimer, Hammer, Weiland, Möbius, Goral, Stolle
Strafwürfe: HSV 0/1, Queis: 5/7
Zeitstrafen: HSV 4 x 2 min, Queis : 1 x 2 min
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