Handball- Bezirkspokalfinale: Die Entscheidung wurde vertagt

SG Queis (Mannschaftsfoto)
Pokalfinalhinspiel: SG HSC 96-TuS Dieskau- SG Queis 25:24 (15:12)

Im diesjährigen Pokalfinale standen sich zum ersten Mal seit vielen Jahren die beiden dominanten Ligateams gegenüber. Queis als Tabellenzweiter und Pokalverteidiger traf auf den frisch gekürten und vor dem Spiel geehrten Bezirksmeister, dessen Protokoll aus allen Nähten platzte. Bei Queis fehlten mit Maik Weiland, Sepp Kirchner und Marcus Goral drei Stammspieler, so dass die Decke vor allem auf den Angriffspositionen sehr dünn war.

Das sah man bereits zu Beginn der Partie, als die SG HSC 96-TuS Dieskau 2:0 vorlegte und Queis im Angriff mit einer Mischung aus Pech und Unvermögen die Durchschlagskraft vermissen ließ. Es dauerte einige Minuten bis auch wir im Spiel waren und relativ schnell war das Spiel kurzzeitig auf 2:3 gedreht- leider sollte es die einzige Führung im Spiel bleiben. Die SG HSC 96-TuS Dieskau zog im Angriff an, kam aber auch immer wieder über einfache Kontertore ins Spiel und führte bald 8:4. In der Abwehr stand der Gegner massiv, nahm viele Zeitstrafen in Kauf und konnte sie dann immer wieder minutenlang zu Ende spielen (3 Minuten für einen Angriff Mitte der ersten Halbzeit waren dann doch heftig). Der nächste Nackenschlag war die Verletzung von Spielmacher Christian Hammer, was mehrere positionelle Umstellungen nach sich zog. Bis zur Halbzeit blieb der Abstand dann ziemlich konstant bei 2-3 Toren, wobei der 15. Treffer Sekunden vor der Pause ein Spiegelbild der gesamten Halbzeit war: ein direkter verwandelter Freiwurf, weil kein Block gestellt war ist s ziemlich das Dümmste, was im Handball passieren kann. Das beide Torhüter bis dahin und bis in die Mitte der zweiten Halbzeit hinein unterirdische Quoten hatten kann man ihnen auch zum Teil ins Buch schreiben, aber die Abwehrleistung davor schuf auch nicht die Grundlage für Glanztaten auf der Linie.

Selten war eine Pause in Queis deprimierter gewesen, doch nach einer sehr kurzen Ansprache war man sich einig, dass man die Chance, die man eigentlich angesichts der Kräfteverhältnisse kaum haben würde, doch zu nutzen versuchen sollte.

Nach dem Wiederanpfiff wogte die Partie hoch und runter. Queis kam immer wieder heran doch genauso postwendend legte die SG HSC 96-TuS Dieskau wieder vor. Mehrfach sah es so aus, als wäre das Spiel entschieden (19:14), doch beim 20:19 hatten wir uns wieder heran gekämpft. Die Abwehr stand nun wesentlich besser als in Halbzeit 1 und endlich kam auch Christian Schladitz im Tor in Fahrt. Doch kaum waren wir wieder ran, waren es beim 23:19 wieder vier Tore Differenz. Zehn Minuten vor Schluß flog ein gegnerischer Spieler vom Platz; diesmal ausgerechnet wegen einer Aktion, die sicher keinen roten Karton wert war (im Gegensatz zu einigen Aktionen zuvor). Es warf den Gegner vorerst nicht aus der Bahn, beim 25:20 wären für uns fast die Lichter ausgegangen. Doch in den letzten Minuten konnte bis auf ein Tor Differenz verkürzt werden, so dass für das Rückspiel Hoffnung bleibt.

Aufstellung: Schladitz, Felsch /// Heimer (7), O. (1) + F. Joachimi (1), Hammer (1), Wolfermann (4), Ebensing, Göllner, Stolle (1), Schmidt (4), Möbius (5)

Strafen: Queis: 4 x 2 min, SG HSC 96-TuS Dieskau: 1 x Rot, 8 x 2 min

Strafwürfe: Queis: 4/8, SG HSC 96-TuS Dieskau 3/3
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