Der Zauberer Chem

Ein Zauberer-Chem-Text wird vorgelesen
Die Leunaer Jahn-Grundschule ist eine ganz besondere Grundschule. Seit einigen Jahren müht man sich hier, den Kindern eine ganz besondere Identifikationsmöglichkeit mit ihrer Heimatstadt zu eröffnen, ist dies eine Grundschule mit Chemie-Profil. Nicht von ungefähr wurde die Jahn-Schule dafür mehrfach ausgezeichnet, gibt es bei dieser speziellen Identitätsvermittlung bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen.
Ende November nun gab es an dieser Schule für die Viertklässler an zwei Tagen eine Schreibwerkstatt zum Thema „Meine Heimat“. Keine Frage also, dass hierbei die Chemie eine Rolle spielte, eine Rolle spielen musste. Und so erfand ich mit den Kindern die Figur des Zauberers Chem, der hier schon so vieles verändert hat. Und so schrieben denn die Jahn-Schüler über ihren Freund, den Zauberer Chem.
Und keine Frage, so manches sollte da durchaus zum Nachdenken anregen können:

„Chem ist mein bester Freund, er wohnt im Leuna-Werk.“ Sabine
„Ich wünsche mir, dass Chem ein Mittel gegen Krebs zaubert, und dass die Schule aus Schokolade ist.“Lukas
„Chem soll mehr Land als Wasser zaubern, und dass die Schule bis zur 10. Klasse geht, und dass es Himmel unten gibt und Erde oben, und dass eine Wippe in die Schule kommt.“ Julia
„Mein Freund Chem soll die Schule so groß zaubern, dass eine Schwimmhalle reinpasst, und ein riesiger Zoo soll auf dem Schulhof sein. Eine Eisdiele muss am Eingang stehen im Sommer und im Winter soll es Kakao und Kuchen geben. Die Schule soll bis zur 10. Klasse gehen und jede Klasse soll ihren Klassenlehrer behalten. Und dann möchte ich noch eine Elfe vom Weihnachtsmann werden.“ Adeliza
„Chem sollte einen Kletterwald zaubern, weil man sich da austoben kann, und aus der Schule einen Zirkus machen.“ Victoria
„Chem sollte meine Geschwister nett machen und mir Gitarrenunterricht geben.“ Sara
„Ich wünsche mir von Chem, dass mein Bruder besser für die Schule lernt und nicht immer nur Mist baut und schlechte Noten kriegt.“ Amina
„Der Zauberer Chem soll nichts verändern, weil mir die Stadt so gefällt wie sie ist. Es soll einfach alles so bleiben, ich fühle mich wohl hier.“ Pascal
„Ich wünsche mir von Chem, dass ich sehr gute Noten kriege und mein Papa Millionär wird, dass wir keine Hausaufgaben bekommen und die Tafel elektrisch wird und wir nicht so viele Stunden haben.“ Admir
„Chem soll zaubern, dass alles Menschen genug Geld für Ernährung und Unterkunft haben und dass Kinder, die schwer arbeiten müssen, wie wir in die Schule gehen können und sauberes Wasser haben.“ Marc
„Ich wünsche mir von Chem, dass ich mein Zimmer nicht mehr aufräumen muss und einen ganz kleinen Drachen als Haustier.“ Paula
„Chem soll zaubern, dass meine Eltern meine Hausaufgaben machen und ich nur noch zur Schule gehen muss, wenn ich will.“ Leonie
„Ich würde mir von Chem wünschen, dass ich nicht so früh ins Bett gehen muss, und dass die Kinder die Welt regieren, dass keine Menschen mehr arm sind und es keinen Krieg mehr gibt. Natürlich würde ich mir auch wünschen, dass ich im Lotto gewinne.“ Tom
„Chem soll machen, dass es keine Tierquäler mehr gibt und es allen Menschen gut geht auf der Welt, und dass es nur noch 3 Tage Schule und 10 Tage Wochenende gibt.“ Lisa-Marie
„ Ich würde mir von Chem wünschen, dass es keine Unfälle mehr gibt und dass ich in Mathe nur noch Einsen und Zweien kriege.“ Annemarie
„Ich wünsche mir von Chem, dass ich mit Messi trainieren kann. Jeden Tag Sommer und einen eigenen Computer.“ Lukas
„Chem soll zaubern, dass mein Hase, der vor kurzem starb, wieder lebt, und dass ich mich nie mit meinen Freundinnen streite.“ Victoria
„Ich wünsche mir von Chem, dass er mich zu den nächsten Winter- und Sommerspielen zaubert und dass es Autos gibt, die nicht mit Benzin, sondern mit Solarenergie fahren.“ Leo

„Hey“, sagte ich zu Chem, dem Zauberer.
Er sagte: „Irgend etwas bedrückt dich doch?“
Ich sagte leise: „Ja!“
„Was kann ich für dich tun?“
Ich sagte wieder leise: „Es soll keinen Krieg mehr geben und alle sollen glücklich sein.“
Er überlegte lange und sagte dann: „Das wird schwierig.“
„Bitte!“
„Okay, weil du es bist!“ Und er legte los…
Emily
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2 Kommentare
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Danilo Pockrandt aus Halle (Saale) | 06.12.2012 | 16:51   Melden
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Jürgen Jankofsky aus Leuna | 06.12.2012 | 17:49   Melden
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