DIE GRÖSSTE SHOW NUMMER MEINES LEBENS Teil: 3 Vorbereitungen in Berlin

Nun kam die Zeit für die letzten Vorbereitungen immer näher und ich malte noch das Bild Nummer 82 fertig. Nummer 83 sollte der Star des Abends werden. Die 82 Bilder sollten von Kindern in die Halle getragen werden und in dreier Reihen, ähnlich wie in meiner Galerie, präsentiert werden, eine ganz besondere Herausforderung, vor allem für die Requisite, was Andrea Ungethüm, der Name ist Programm im positiven Sinne, an den Rand der Verzweiflung brachte. 82 Kinder zu betreuen und auf 82 Ölgemälde aufzupassen und dabei nicht die Kontrolle zu verlieren, denn die Show ging live über den Sender, also durften keine Fehler passieren, was raus ist, ist raus, war eine Meisterleistung der besonderen Art. INKA BAUSE LIVE sollte am Freitag, dem 29. Juni 2012 um 20.15 Uhr über die Ü-Wagen des MDR in die Welt hinaus geblasen werden und in der letzten Woche davor nahm der Wahnsinn seinen Lauf und ich war jeden Tag vor Ort. Anfang Juni war ich allerdings noch mit Freunden in Berlin zu einem Konzert von SLASH (Guns ‚N‘ Roses – Slash). Kurz davor rief mich der Aufnahmeleiter, Daniel Dittrich vom MDR an, ich müsse schon am Mittwoch vor der Show zur ersten Probe im Auftritts-Outfit da sein. Kein Problem. Wenig später rief mich die Requisite, namens Yvonne Beccard an, ein Wirbelwind hinter den Kulissen und eine ganz nette Person, wie ich später feststellen durfte. Sie wollte die Bilder auch schon am Mittwoch in die Halle transportieren, doch das ging nicht. Es war nämlich geplant, das meine Patin Nicole am Donnerstag zu mir in meine Galerie kommen sollte um mit ihr gemeinsam einen Trailer für die Show zu drehen, wie sie beim malen am 83 Weltbild ist. Wenig später rief mich die nette Yvonne wieder an und meinte, sie bräuchte eine Liste der 83 Länder, kein Problem. Daraufhin wurden 83 Pappen in der passenden Größe mit den jeweiligen Ländernamen für die erste Probe angefertigt. Es wurden also keine Kosten und Mühen gescheut um eine perfekte Produktion hin zu bekommen.
Im Internet lief inzwischen der Trailer für das Voting. Ich war nicht ganz zufrieden mit mir, aber das ist man ja nie. Bei so einer großen Produktion dabei sein zu dürfen, war für mich schon eine besondere Sache und der sportliche Charakter sollte überwiegen. Dabei sein ist alles. Doch inzwischen überkam mich auch der Ehrgeiz den schönen Goldbarren gewinnen zu wollen. Er würde sich bestimmt gut machen in meiner Galerie, träumte ich. Ich nervte über meinen E-Mail Verteiler mit immer neueren Bekanntmachungen um auf mich aufmerksam zu machen. Hinter meinen Verbindungen standen wiederum große Verteiler und somit hoffte ich, dass alles gut gehen würde. Nach dem fünften Rundschreiben bat ein flüchtiger Bekannter mich ihm aus dem Verteiler zu löschen, was ich natürlich sofort tat, aber das hielt mich in keiner Weise davon ab weiter zu machen. Wenn ich mich entschlossen habe etwas zu wollen, dann geht’s auch mal durch die Wand.
Peter Gehre
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